Gründonnerstag in Berlin: Eucharistie als „Tor zum Himmel“

Erzbischof Tichon von Rusa mit Geistlichen während der Liturgie am Gründonnerstag in der Berliner Kathedrale. Foto: Diözese

Am Gründonnerstag (9. April 2026) wurde in der Berliner Diözese der Russischen Orthodoxen Kirche im Rahmen der Liturgie des Heiligen Basilius des Großen der Einsetzung der Eucharistie gedacht. Die Feier leitete Erzbischof Tichon von Rusa, im Mittelpunkt stand die Predigt von Erzpriester Georgi Antonjuk über das Sakrament der Kommunion, wie die Diözese von Berlin und Deutschland auf ihrer Webseite berichtete.

Am Gedenktag des Letzten Abendmahls zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland, die liturgischen Dienste des Gründonnerstags, darunter Vesper und Stundengebet. Bereits am Vorabend hatte er in der Berliner Auferstehungskathedrale die Matutin gefeiert und die entsprechende Evangelienstelle verlesen. Zahlreiche Geistliche der Diözese wirkten an den Gottesdiensten mit.

In seiner Predigt stellte Erzpriester Georgi Antonjuk die zentrale Bedeutung der Eucharistie für das christliche Leben heraus. Der Gründonnerstag erinnere nicht nur an das Letzte Abendmahl, sondern an die bleibende Möglichkeit für die Gläubigen, an Tod und Auferstehung Christi teilzuhaben. Die Eucharistie sei dabei mehr als ein Symbol: Sie eröffne den realen Zugang zur Gemeinschaft mit Gott.

Besonders betonte der Geistliche den Charakter der Eucharistie als „Danksagung“ und als „größten heiligen Akt“ im Leben der Gläubigen. In der Kommunion vereine sich der Mensch mit Christus selbst, empfange Vergebung, geistliche Stärkung und Heilung. Brot und Wein würden durch das Wirken des Heiligen Geistes wahrhaft zum Leib und Blut Christi verwandelt, wodurch sich dem Menschen der Weg zum ewigen Leben eröffne.

Abschließend rief der Prediger dazu auf, die vorösterlichen Tage der Karwoche in Ehrfurcht und innerem Frieden zu begehen und sich bewusst auf die Teilnahme an den „heiligen Geheimnissen“ vorzubereiten. Die Eucharistie sei Quelle der Kraft und Ausdruck der Liebe Gottes, die den Gläubigen zur Erneuerung ihres Lebens geschenkt werde.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzpriester Matthias Zierenberg das Evangelium von der Verkündigung Mariens als Ausdruck göttlicher Weisheit deutete.

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