Der bulgarische Patriarch Daniil feierte die Palmsonntagsliturgie in Sofia

Patriarch Daniil während der Palmsonntagsliturgie in der Alexander-Newski-Kathedrale in Sofia. Foto: Patriarchat

Der bulgarisch-orthodoxe Patriarch Daniil hat am 5. April 2026 in Sofia den feierlichen Gottesdienst zum Hochfest des Einzugs des Herrn in Jerusalem (Palmsonntag) geleitet. Zahlreiche Gläubige versammelten sich in der Patriarchalkathedrale „St. Alexander Newski“, die mit Blumen und Weidenzweigen geschmückt war, die das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Der Gottesdienst wurde live im bulgarischen Fernsehen übertragen. Vor Beginn des Gottesdienstes erklärte Patriarch Daniil, die Gläubigen sollten Christus ihren Glauben darbringen, so wie die Menschen in Jerusalem einst Palmzweige und Blumen vor ihm ausbreiteten.

In seiner Predigt betonte der Patriarch, Christus könne nicht in den Herzen der Menschen herrschen, wenn diese ihren freien Willen missbrauchten und sich bewusst für ein Leben in Sünde entschieden. Er warnte vor Hochmut, Neid und der Geringschätzung anderer Menschen und bezeichnete die Vorstellung, manche Menschen seien besser oder wichtiger als andere, als großen Irrglauben. Ein wohlhabendes und starkes irdisches Reich nütze nichts, wenn die Herzen der Menschen von Bosheit erfüllt seien.

Weiter erklärte Patriarch Daniil, der Glaube sei der Weg zur Freude und zur Gnade der Auferstehung Christi. Die Gläubigen seien aufgerufen, ihr Leben zu prüfen, Tugenden zu pflegen und Gott treu zu bleiben, damit Christus in ihren Herzen wohnen könne. Der Palmsonntag erinnere daran, dass der Weg Christi nicht zu irdischer Macht, sondern durch Leiden und Opfer zur Auferstehung führe.

Nach dem Gottesdienst standen hunderte Gläubige lange an, um gesegnete Weidenzweige für ihre Häuser zu erhalten. Mit dem Palmsonntag beginnen in der bulgarisch-orthodoxen Kirche die liturgischen Gottesdienste der Karwoche.



Die UOJ berichtete zuvor, dass das Papstkreuz in Warschau am katholischen Karfreitag in Brand geriet.

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