Predigt in Ulm: Buße als Heilung der Seele vor Ostern

Erzpriester Ljubomir Zorica (r.) und Diakon Arsenij Jovanović beim Gottesdienst am fünften Fastensonntag in der serbisch-orthodoxen Kirche in Ulm.

In der serbisch-orthodoxen Kirche in Ulm wurde am fünften Sonntag der Großen Fastenzeit (29. März 2026), der der heiligen Maria von Ägypten gewidmet ist, die Eucharistie gefeiert. Erzpriester Ljubomir Zorica zelebrierte den Gottesdienst, konzelebriert von Diakon Arsenij Jovanović. Während der Feier wurde zudem des verstorbenen Erzpriesters Dragan Jovanović gedacht, wie die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

In seiner Predigt stellte Erzpriester Ljubomir Zorica die heilige Maria von Ägypten als Vorbild der Buße und Umkehr vor. Ihr Leben zeige, dass wahre Reue im Bewusstsein der eigenen Sünden und im festen Entschluss bestehe, diese nicht zu wiederholen. Die Kirche erinnere am fünften Fastensonntag bewusst an ihr Beispiel, um die Gläubigen zur Beichte und zur geistlichen Erneuerung vor Ostern aufzurufen.

Besonders betonte der Priester in der den heiligen Kosmas und Damianos geweihten Kirche die Bedeutung des Bußsakraments, das er mit einem Arztbesuch verglich: Wie ein Patient dem Arzt seine Krankheit offenlege, so bekenne der Gläubige dem geistlichen Vater seine Sünden, um Heilung zu empfangen. Die auferlegte Buße sei dabei keine Strafe, sondern eine geistliche Medizin zur Heilung der Seele.

Abschließend erinnerte der Geistliche daran, dass die Fastenzeit der Vorbereitung auf die Auferstehung Christi diene. Durch Gebet, Fasten, Beichte und Kommunion sollten sich die Gläubigen darauf vorbereiten, Christus zu begegnen und das ewige Leben zu erlangen.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der orthodoxe Verlag Hagia Sophia die Veröffentlichung eines neuen Buches von Erzpriester Alexander Schmemann ankündigte.

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