Behörden warnen vor iranischen Terrorzellen in Deutschland

Sicherheitsbehörden warnen vor möglichen Terroraktionen iranischer Netzwerke und krimineller Clanstrukturen in Europa. Foto: Bild

Deutsche Sicherheitsbehörden warnen vor möglichen Terroranschlägen, die im Auftrag des iranischen Regimes durch kriminelle Clanstrukturen in Deutschland vorbereitet oder ausgeführt werden könnten. BKA und Verfassungsschutz beobachten entsprechende Entwicklungen mit Sorge, wie die Bild-Zeitung am 21.März 2026 berichtete.

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen befürchtet die Bundesregierung, dass iranische Nachrichtendienste in Deutschland gezielt Personen aus dem Umfeld organisierter Kriminalität als sogenannte „Proxys“ anwerben könnten. Diese Handlanger stünden nicht offiziell mit staatlichen Stellen in Verbindung, würden aber für Auftragsoperationen eingesetzt. Besonders im Fokus stehen dabei Clanstrukturen, die bereits in Bereichen wie Drogenhandel, Schutzgelderpressung und Zuhälterei aktiv sind.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Christoph de Vries, erklärte, die Sicherheitsbehörden seien angesichts der aktuellen Lage und der militärischen Entwicklungen im Iran besonders wachsam. Als mögliche Bedrohungsszenarien nannte er auch Anschläge durch Strukturen der organisierten Kriminalität im Auftrag des iranischen Regimes oder verbündeter Gruppierungen.

Nach Angaben der Behörden werden iranische Aktivitäten seit längerem als Schwerpunkt der Spionageabwehr behandelt. Verfassungsschutz-Vizepräsident Sinan Selen erklärte, man habe bereits Vorbereitungshandlungen für mögliche Tötungsoperationen sowie Aktionen gegen jüdische, israelische und zunehmend auch amerikanische Ziele beobachtet.

Auch internationale Vorfälle werden in diesem Zusammenhang untersucht. So prüfen Ermittler nach einem Brandanschlag auf eine israelische Rüstungsfirma in Tschechien mögliche Verbindungen zu iranischen Netzwerken. In den Niederlanden wurde zudem ein Polizist iranischer Herkunft angeschossen, der zuvor öffentlich Kritik am iranischen Regime geäußert hatte.

Die UOJ berichtete zuvor über die Beisetzung von Patriarch Ilia in Georgien.

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