Predigt über die geistliche Bedeutung der Stille in Hamburg

Die Predigt von Erzpriester Dionisij Idavajn (links mit Erzpriester Sergey Baburin) stellte die geistliche Bedeutung der Stille im orthodoxen Gottesdienst in den Mittelpunkt.

In der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg hat Erzpriester Dionisij Idavajn die besondere Rolle der Stille im geistlichen Leben betont. In seiner Predigt stellte er die Bedeutung des Schweigens im Gottesdienst und insbesondere während der Großen Fastenzeit in den Mittelpunkt. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt am 19. März 2026 auf ihrem Telegram-Kanal.

Erzpriester Dionisij Idavajn wies darauf hin, dass Menschen im Alltag oft dazu neigen, Stille zu vermeiden und Gespräche selbst über Belangloses zu führen. Auch im Gottesdienst sei die Fülle an Worten, Gesängen und Gebeten prägend. Dennoch kenne die Kirche eine „heilige Stille“, die mehr sei als bloße Abwesenheit von Sprache: eine innere Haltung, in der der Mensch vor Gott trete.

Mit Verweis auf Kirchenväter wie Isaak den Syrer und Johannes Chrysostomus unterstrich der Geistliche, dass nicht äußere Worte, sondern die Reue und Tiefe des Herzens entscheidend seien. Besonders angesichts des Leidens Christi finde der Gläubige zu einer wortlosen, inneren Hinwendung zu Gott.

Zugleich sei diese Stille kein Endpunkt, sondern eine Erwartung der Auferstehung. Der Erzpriester betonte, dass auf die Stille vor dem Kreuz die freudige Verkündigung der Auferstehung folge – ein Wechselspiel, das das geistliche Leben der Kirche präge.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Kyrill zum Tod von Patriarch Ilia von Georgien kondolierte.

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