Diözesanrat beschloss Maßnahmen zu Ausbildung, Jugend und Seelsorge

Sitzung des Diözesanrats der Diözese von Berlin und Deutschland unter Vorsitz von Erzbischof Tichon.

Der Diözesanrat der Diözese von Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche hat in seiner Sitzung am 12. März 2026 in Berlin zentrale Beschlüsse zur theologischen Ausbildung, Nachwuchsförderung und pastoralen Arbeit gefasst. Die Sitzung leitete Erzbischof Tichon von Rusa. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.

Im Mittelpunkt steht der Ausbau des Fernstudiums für Theologiestudierende an der Theologischen Hochschule Minsk, insbesondere zur Vorbereitung auf das Priesteramt. Gemeinden sollen Kandidaten intensiver begleiten. Für angehende Priester wurden verbindliche Anforderungen festgelegt, darunter Empfehlungen der Gemeindepfarrer sowie Kriterien wie persönliche Eignung und kirchliches Engagement.

Zudem gab Priester Alexej Veselov einen Bericht über die Ergebnisse eines zweijährigen Studiums an der Orthodoxen Theologischen Fernschule mit Sitz in Krefeld ab. Die Weiterentwicklung des Fernstudiums zur Stärkung der spirituellen und theologischen Entwicklung der Studierenden wird vom Diözesanrat empfohlen.

Zugleich bestätigte der Rat bei seiner Sitzung in der Kirche des heiligen Großfürsten Wladimir in Berlin-Marzahn mehrere Großveranstaltungen: den Jugendkongress vom 29. Oktober bis 1. November 2026 in Braunlage (Motto: „Mein Weg und Gottes Berufung“) sowie einen Jugendgesangskongress vom 4. bis 7. Juni 2026 in der Berliner Pfarrei St. Wladimir.

Die nächste Diözesan- und Pastoralversammlung ist für den 1. und 2. Oktober 2026 in der Pfarrei Lebensspendende Dreifaltigkeit in Dortmund geplant. Pro Dekanat sind drei Laienvertreter zur Diözesanversammlung zugelassen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der inhaltlichen Arbeit des Klerus. Geplant sind regionale Pastoralversammlungen zu aktuellen Themen wie soziale Medien, Künstliche Intelligenz, Bioethik, Drogenabhängigkeit, Euthanasie, Beisetzung von Selbstmördern, liturgische Einheitlichkeit und Fragen des geistlichen Lebens. Die Dekanate sollen hierzu konkrete Themen und Termine melden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der Patriarch von Konstantinopel zur Beisetzung von Patriarch Ilia anreisen wird.

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