Katholiken und Protestanten verlieren weiter Mitglieder
Leere Kirchenbänke stehen symbolisch für den anhaltenden Mitgliederschwund der großen Kirchen in Deutschland. Foto: Freepik
Die beiden großen christlichen Kirchen in Deutschland verzeichnen weiterhin deutliche Mitgliederverluste. Hauptursachen sind anhaltend hohe Austrittszahlen bei Katholiken und Protestanten sowie demografische Entwicklungen. Darüber berichtete die Tagesschau am 16. März 2026.
Die Zahl der Mitglieder der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche ist im Jahr 2025 um rund 1,13 Millionen gesunken. Das geht aus aktuellen Statistiken der Deutschen Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hervor. Insgesamt kehrten etwa 1,2 Millionen Menschen den Kirchen den Rücken oder verstarben.
Die katholische Kirche verlor rund 550.000 Mitglieder und zählt nun noch etwa 19,22 Millionen Gläubige, was etwa 23 Prozent der Bevölkerung entspricht. Die Zahl der Kirchenaustritte lag bei gut 307.000 und damit etwas unter dem Niveau der Vorjahre.
Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, bezeichnete die Statistik als „Spiegelbild unserer Kirche“. Positiv hob er hervor, dass der Anteil der Gottesdienstbesucher leicht gestiegen sei und die Zahlen bei Erstkommunion und Firmung stabil geblieben seien. Zugleich äußerte er Bedauern über die weiterhin hohe Zahl an Austritten.
Auch die evangelische Kirche verzeichnete einen Rückgang: Die Zahl ihrer Mitglieder sank um etwa 580.000 auf rund 17,4 Millionen. Die Kirchenaustritte blieben mit etwa 350.000 nahezu konstant auf dem Niveau des Vorjahres.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Wallfahrt orthodoxer Gemeinden ins Kloster Wiblingen bei Ulm zur Verehrung der Kreuzreliquie zahlreiche Gläubige anzog.
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