„Wer Christus folgt und sein Kreuz trägt, geht der Auferstehung entgegen“

Patriarch Daniel während der Liturgie in der Kapelle der Patriarchalresidenz am dritten Fastensonntag.

Am dritten Fastensonntag (15. März 2026) hat Patriarch Daniel der Rumänisch-Orthodoxen Kirche die geistliche Bedeutung von Selbstverleugnung, Kreuz und Nachfolge Christi hervorgehoben. Dabei verwies er auch auf die Theologie des Heiligen Dumitru Stăniloae, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Patriarch Daniel erklärte, Selbstverleugnung, das Tragen des eigenen Kreuzes und die Nachfolge Christi seien grundlegende Voraussetzungen für das christliche Leben und führten zur Erlösung durch die Vereinigung mit Gott. Jeder Mensch trage dabei ein eigenes Kreuz, das sich in individuellen Leiden, Grenzen und Herausforderungen zeige.

Selbstverleugnung bedeute nach seinen Worten nicht die Aufhebung der eigenen Person, sondern die Abkehr von Egoismus und Selbstbezogenheit. In einer von Individualismus geprägten Welt sei sie eine bewusste Hinwendung zu Gott und zum Mitmenschen. Christus müsse dabei im Zentrum des Lebens stehen, nicht das eigene Ich.

Das Kreuz beschrieb der Patriarch als konkrete Realität menschlichen Lebens: Leid, innere Kämpfe und Begrenzungen könnten – im Glauben getragen – zu geistlicher Reifung führen. Christus selbst lade die Gläubigen ein, ihre Lasten zu ihm zu bringen, um sie gemeinsam zu tragen und in Hoffnung zu verwandeln.

Unter Bezug auf den heiligen Theologen Dumitru Stăniloae betonte der Hierarch, das Kreuz sei geistlich verstanden ein entschlossener Wille, Versuchungen zu widerstehen und im Glauben standhaft zu bleiben. Es sei ein Leiden mit Ausrichtung auf den Sieg – ein Weg des Wachstums in Liebe zu Gott und zum Nächsten, der letztlich zur Auferstehung führe.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Ilia von Georgien am Dienstag im Herrn entschlief.

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