„Wer sein Leben ohne mich retten will, der wird es verlieren“
Patriarch Porfirije während der Liturgie in der Belgrader Sava-Kirche. Foto: Patriarchat
Zum Sonntag der Kreuzverehrung hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije die Gläubigen dazu aufgerufen, ihr Leben bewusst auf Christus auszurichten und das eigene Kreuz anzunehmen. In seiner Predigt am 15. März 2026 in der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad betonte er die zentrale Bedeutung des Kreuzes als Zeichen des Heils und des Sieges über Sünde, Tod und Teufel, berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.
Patriarch Porfirije erinnerte daran, dass das Kreuz im Römischen Reich einst ein Symbol der Schande gewesen sei, durch Christus jedoch zum Zeichen des Sieges geworden sei. Auch das menschliche Leben selbst könne entweder von Scham oder von Herrlichkeit geprägt sein – entscheidend sei, ob der Mensch sich an Christus orientiere. Das Kreuz sei dabei nicht nur Leiden, sondern das gesamte Leben, das in der Nachfolge Christi verwandelt werden könne.
Die Selbstverleugnung bedeute laut dem Patriarchen nicht Selbstaufgabe, sondern die bewusste Ausrichtung des eigenen Willens an Christus. Gläubige seien aufgerufen, nicht der „Logik dieser Welt“, sondern der „Logik Christi“ zu folgen und alles – Talente, Besitz und Beziehungen – als Gabe Gottes zu verstehen und ihm zu unterstellen. Daraus erwachse eine Haltung der Dankbarkeit, die das gesamte Leben durchdringe.
Abschließend unterstrich der Hierarch, dass die Nachfolge Christi nicht äußeren Erfolg verspreche, sondern innere Freiheit, Frieden und Freude. Sie erfordere geistlichen Kampf, Gebet, Fasten und Umkehr. Wer sein Leben Christus übergebe, werde es im eigentlichen Sinne gewinnen und zur wahren Erfüllung finden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass sich die Vorsitzende der Lebensschutz-Organisation ALfA, Cornelia Kaminski, mit einem Appell zum Thema Leihmutterschaft an ukrainische Frauen richtete: „Denken Sie an diese Kinder.“
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