Metropolit Isaak rief zu Spenden für orthodoxe Christen im Libanon auf
Metropolit Isaak von der Antiochenisch-Orthodoxen Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa rief angesichts des Krieges im Libanon zu Gebet und Spenden für die betroffenen orthodoxen Gemeinden auf.
Angesichts der dramatischen Folgen des Krieges im Libanon hat die Antiochenisch-Orthodoxe Metropolie von Deutschland und Mitteleuropa mit Metropolit Isaak eine Hilfskampagne für betroffene Gemeinden gestartet. Grundlage ist ein Bericht des antiochenischen Metropoliten Silouan von Byblos, Batroun und Umgebung (Berglibanon), der die Lage der orthodoxen Bevölkerung in den Kriegsgebieten schildert. Die Metropolie veröffentlichte den Bericht und ihren Aufruf am 13. März 2026 auf ihrer Facebook-Seite.
Der Bericht beschreibt eine wachsende Vertreibung innerhalb des Landes, besonders im Südwesten der Diözese mit den Pfarreien Chebbak und Hadath. Viele orthodoxe Familien mussten ihre Häuser verlassen und organisieren ihre Unterkünfte bislang meist privat, etwa bei Verwandten oder Freunden. Gleichzeitig wird es für die örtlichen Geistlichen zunehmend schwieriger, das tatsächliche Ausmaß der Vertreibungen zu überblicken und angemessen darauf zu reagieren.
Auch die Aufnahme- und Hilfsstrukturen haben sich verändert: Die Zahl der Aufnahmezentren ist gesunken, während gesellschaftliche Erschöpfung, wirtschaftliche Belastungen und Sicherheitsbedenken die Hilfsbereitschaft verringern. Dennoch bemühen sich einige Gemeinden weiterhin um Unterstützung, etwa durch das Sammeln von Kleidung und Lebensmitteln, die Bereitstellung grundlegender Hilfsgüter sowie Gemeinderäume für die Verteilung von Spenden.
Trotz der schwierigen Lage setzt die Kirche ihre pastorale Begleitung fort. Priester halten Kontakt zu den Gläubigen durch persönliche Begegnungen, Kommunikation aus der Ferne und Besuche, soweit es die Sicherheitslage erlaubt. Gleichzeitig zeigt sich innerhalb der Diözese eine unterschiedliche Realität: Während einige Regionen relativ stabil bleiben, leben andere unter dem Druck von Angst und Bombardierungen.
Metropolit Isaak rief die Gläubigen in Deutschland und Mitteleuropa dazu auf, während der Großen Fastenzeit für die leidenden Menschen zu beten und konkrete Hilfe zu leisten. Spenden sollen über das Hilfswerk der Diözese den betroffenen Gemeinden im Libanon zugutekommen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass orthodoxe Gläubige zur Krankensalbung der russischen Auslandskirche nach Luxemburg kamen.
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