Erzbischof Tichon: Buße öffnet schon auf Erden die Tore des Himmelreichs

Erzbischof Tichon von Rusa bei der Liturgie der Vorgeweihten Gaben. Foto: Diözese

Am 9. März 2026 hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese von Berlin und Deutschland der russisch-orthodoxen Kirche, in Berlin-Karlshorst die Liturgie der Vorgeweihten Gaben gefeiert. In seiner Predigt betonte er die zentrale Bedeutung der Umkehr im christlichen Leben, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.

Der Gottesdienst fand in der Kirche des Heiligen Sergius von Radonesch in der Diözesanresidenz statt und stand im Zeichen des Festes der ersten und zweiten Auffindung des Hauptes Johannes des Täufers. Bereits am Vorabend leitete der Erzbischof die Polyeleos-Matutin im Berliner Auferstehungsdom. Zahlreiche Geistliche der Berliner Diözese assistierten bei den liturgischen Feiern.

In seiner Predigt würdigte Erzbischof Tichon Johannes den Täufer als großen Asketen und Vorläufer Christi, der durch sein Leben in der Wüste und sein Zeugnis für die Wahrheit bis zum Martyrium zum Vorbild für Christen geworden sei. Zugleich erinnerte er an die kirchliche Überlieferung über die Auffindung der Reliquie des Hauptes des Täufers, die im Laufe der Geschichte mehrfach entdeckt und weitergegeben worden sei.

Der Erzbischof stellte den Aufruf des Täufers zur Umkehr in den Mittelpunkt seiner Auslegung. Nach der Lehre der Kirchenväter bilde die Buße das Fundament des christlichen Lebens: Sie sei notwendig, um zum Glauben zu gelangen, darin zu bleiben und schließlich das Himmelreich zu erben.

Umkehr bedeute nach den Worten des Geistlichen die bewusste Abkehr von einem sündigen Leben und die Hinwendung zu einem gerechten und heiligen Wandel. Trotz der Schwäche des Menschen und der Macht eingeübter Leidenschaften bleibe die Buße der Weg zur Befreiung von der Sünde. Sie reinige das Herz und öffne dem Menschen bereits auf Erden die Tore des Reiches Gottes. 

Die UOJ berichtete zuvor, dass Bischof Irenei von London über den Unterschied zwischen weltlichem und geistlichem Frieden predigte. 
 

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