Kommunikation mit Teheraner Kardinal Dominique Mathieu abgebrochen

Kardinal Dominique Mathieu, Erzbischof von Teheran-Isfahan. Foto: KNA

Seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Israel, den USA und dem Iran ist der Kontakt zum römisch-katholischen Erzbischof von Teheran-Isfahan, Kardinal Dominique Mathieu, abgebrochen. Sein Orden ruft eindringlich zum Gebet auf, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de am. 6. März 2026 berichtete.

Nach Angaben der römischen Generalkurie der Franziskaner-Minoriten besteht seit Beginn der jüngsten militärischen Eskalation im Nahen Osten kein Kontakt mehr zu Kardinal Dominique Mathieu. Der letzte bestätigte Austausch mit dem belgischen Ordensmann habe am 28. Februar stattgefunden, teilte der Orden mit. Seitdem seien Internet- und Telefonverbindungen in den Iran weitgehend ausgefallen.

Der Aufenthaltsort und der Gesundheitszustand des 62-jährigen Erzbischofs von Teheran-Isfahan sind daher derzeit unbekannt. Auch kirchliche Vertreter in der Region berichten von erfolglosen Kontaktversuchen. Der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, Bashar Matti Warda, erklärte, wiederholte Versuche, Mathieu zu erreichen, seien ohne Ergebnis geblieben.

Der Orden der Franziskaner-Minoriten rief Gläubige weltweit zum Gebet für den Kardinal auf. Zugleich widersprach die Ordensleitung Berichten, wonach es nach Kriegsbeginn noch Kontakt zu Mathieu gegeben habe. Solche Angaben seien der Generalkurie nicht bekannt, erklärte Ordenssprecher Alejandro Palacios Vázquez.

Mathieu leitet seit 2021 das lateinische Erzbistum Teheran-Isfahan, zu dem rund 2.000 Katholiken gehören. Papst Franziskus nahm den gebürtigen Belgier 2024 als ersten Kardinal im Iran in das Kardinalskollegium auf. Der Franziskaner hatte wiederholt vor der Eskalation der Gewalt im Nahen Osten gewarnt und die Konflikte in der Region als Teil eines „Dritten Weltkriegs in Stücken“ bezeichnet.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die Klosterbruderschaft auf Schloss Seyfriedsberg Werkstätten einrichtete und den Ausbau des künftigen Klosterstandorts weiter vorantreibt.

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