„Kirche in Not“ warnte vor dramatischen Folgen für Christen im Nahen Osten
Florian Ripka, Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland. Foto: CNA
Das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hat angesichts der angespannten militärischen Lage im Iran und den angrenzenden Gebieten vor einer weiteren Zuspitzung des Konflikts gewarnt. Florian Ripka, Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, betonte, dass ein größerer Krieg für die christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten katastrophale Folgen haben könnte. Eine Ausweitung der Kampfhandlungen würde vor allem jene Christen hart treffen, die ohnehin unter politischem Druck, wirtschaftlicher Not und sozialer Ausgrenzung zu leiden hätten. Darüber berichtete CNA.
Laut dem Hilfswerk wächst die Besorgnis unter Christen auch im Irak, in Syrien, im Libanon und im Heiligen Land. Viele Orte waren nach Jahren der Verwüstung erst allmählich wiederaufgebaut worden. Neue Kampfhandlungen könnten diese mühsam errungene Stabilität nun zunichtemachen und eine erneute Auswanderungswelle von Christen auslösen. Dadurch drohten jahrhundertealte Gemeinschaften endgültig aus der Region zu verschwinden.
Ungeachtet der angespannten Verhältnisse bleiben die kirchlichen Einrichtungen aktiv. Gemeinden, Klöster und karitative Organisationen versorgen Notleidende mit Nahrung, betreiben Bildungseinrichtungen, gewähren Flüchtlingen Zuflucht und setzen sich für Ausgleich zwischen den Bevölkerungsgruppen ein. „Kirche in Not“ appelliert daher weiterhin zu Gebet und Unterstützung, damit die christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten bestehen bleiben und ihre sozialen wie geistlichen Aufgaben weiter wahrnehmen können.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die Katholische Kirche in Spanien eine Abteilung für Islam-Dialog eingerichtet hat.
Lesen Sie auch
Patriarch Porfirije nannte die in den Jahren 1992–1995 getöteten Serben „Märtyrer“
Der Vorsteher der Serbischen Kirche unterstrich, dass das Gedenken an die Märtyrer der Eckstein des wahren Friedens sei.
In Georgien fand eine Kreuzprozession zum 1700-jährigen Jubiläum des Christentums statt
Geistliche und Gläubige mehrerer Eparchien Georgiens vollzogen eine fünftägige Kreuzprozession von Goriǰvari zum Berg Thoti.
Neues Buch mit Fastenpredigten des heiligen Johannes von Kronstadt angekündigt
Verlag Hagia Sophia veröffentlicht erstmals deutschsprachige Auswahl geistlicher Texte des russischen Heiligen zur Großen Fastenzeit
Präsident Vučić besuchte das Kloster Alawerdi zum Abschluss seiner Georgien-Reise
Besuch in der Region Kachetien unterstrich kulturelle und geistliche Verbundenheit
Grundsteinlegung für nationales Jugendzentrum: Kirche investiert in junge Menschen
Rumänisches Patriarchat startete Großprojekt bei Bukarest – Bildungs- und Sozialzentrum für Tausende Kinder geplant
„Gefährlicher Präzedenzfall“: Patriarchat von Jerusalem kritisiert Landbeschlagnahme
Kirche spricht von illegalem Zugriff auf Eigentum und warnt vor wachsendem Druck auf Christen im Heiligen Land