„Kirche in Not“ warnte vor dramatischen Folgen für Christen im Nahen Osten
Florian Ripka, Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland. Foto: CNA
Das päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hat angesichts der angespannten militärischen Lage im Iran und den angrenzenden Gebieten vor einer weiteren Zuspitzung des Konflikts gewarnt. Florian Ripka, Geschäftsführer von „Kirche in Not“ Deutschland, betonte, dass ein größerer Krieg für die christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten katastrophale Folgen haben könnte. Eine Ausweitung der Kampfhandlungen würde vor allem jene Christen hart treffen, die ohnehin unter politischem Druck, wirtschaftlicher Not und sozialer Ausgrenzung zu leiden hätten. Darüber berichtete CNA.
Laut dem Hilfswerk wächst die Besorgnis unter Christen auch im Irak, in Syrien, im Libanon und im Heiligen Land. Viele Orte waren nach Jahren der Verwüstung erst allmählich wiederaufgebaut worden. Neue Kampfhandlungen könnten diese mühsam errungene Stabilität nun zunichtemachen und eine erneute Auswanderungswelle von Christen auslösen. Dadurch drohten jahrhundertealte Gemeinschaften endgültig aus der Region zu verschwinden.
Ungeachtet der angespannten Verhältnisse bleiben die kirchlichen Einrichtungen aktiv. Gemeinden, Klöster und karitative Organisationen versorgen Notleidende mit Nahrung, betreiben Bildungseinrichtungen, gewähren Flüchtlingen Zuflucht und setzen sich für Ausgleich zwischen den Bevölkerungsgruppen ein. „Kirche in Not“ appelliert daher weiterhin zu Gebet und Unterstützung, damit die christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten bestehen bleiben und ihre sozialen wie geistlichen Aufgaben weiter wahrnehmen können.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die Katholische Kirche in Spanien eine Abteilung für Islam-Dialog eingerichtet hat.
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