Das serbisch-orthodoxe Kloster Hilandar erinnerte an Bischof Atanasije Jevtić

Bischof Atanasije (v.) während seines Aufenthalts im Kloster Hilandar nach dem Brand von 2004. Foto: Kloster

Das serbisch-orthodoxe Kloster Hilandar auf dem Berg Athos hat in einem Facebook-Beitrag an den verstorbenen Bischof Atanasije Jevtić von Zahumlje und Herzegowina erinnert. Anlass ist der fünfte Jahrestag seines Todes am 4. März 2021.

In einem Beitrag in sozialen Medien rief die Bruderschaft des Athos-Klosters einen symbolträchtigen Moment der Unterstützung in Erinnerung. Nach dem verheerenden Brand von 2004, der große Teile der Anlage zerstörte, hielt sich Bischof Atanasije mehrere Wochen im Kloster Hilandar auf. Sein Aufenthalt galt den Mönchen als sichtbares Zeichen brüderlicher Solidarität.

Während dieser Zeit nahm der Bischof am klösterlichen Alltag teil und beteiligte sich regelmäßig an den Gottesdiensten und Arbeiten der Gemeinschaft. Fotografien aus dem Olivenhain des Klosters vom 29. April 2004, aufgenommen vom damaligen Abt Dositheos Hilandarinos, zeigen ihn bei der gemeinsamen Arbeit mit den Mönchen.

Zugleich nutzte Bischof Atanasije seine zahlreichen Kontakte in Griechenland, um Spenden zu sammeln. Die Mittel sollten sowohl dem Wiederaufbau des durch den Brand beschädigten Klosters Hilandar als auch den im Pogrom vom März 2004 zerstörten orthodoxen Heiligtümern im Kosovo und in Metochien zugutekommen.

Die Bruderschaft des Klosters bewahrt das Andenken an den am 4. März 2021 im Alter von 81 Jahren verstorbenen Hierarchen bis heute in ihren Gebeten. In ihrem Beitrag würdigt sie ihn als einen Bischof mit „unsterblichem Namen und unsterblichen Werken“.

Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije würdigte Bischof Atanasije einst als bedeutenden Vertreter der neueren serbischen Theologie und stellte ihn in eine Reihe mit großen orthodoxen Denkern wie Justin Popović und Nikolaj Velimirović. Jevtić, selbst Schüler von Justin Popović und Professor für Patristik in Belgrad, prägte mit seiner patristischen Forschung und Lehre maßgeblich die zeitgenössische Theologie der Serbischen Orthodoxen Kirche.

Die UOJ berichtete zuvor, dass 2026 der Wiederaufbau der Kirche im Geburtsort von Erzpriester Seraphim Slobodskoi beginnen soll.

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