Ulmer Gemeinde beging Sonntag der Orthodoxie – Freskenarbeiten abgeschlossen

Festgottesdienst zum Sonntag der Orthodoxie in der Kirche der Heiligen Kosmas und Damian in Ulm, wo die Freskenarbeiten nun abgeschlossen sind. Foto: Gemeinde

Die serbisch-orthodoxe Kirchengemeinde in Ulm hat am 1. März 2026 den Sonntag der Orthodoxie feierlich begangen. Zugleich wurde bekanntgegeben, dass die Freskenarbeiten im Kirchenraum der Heiligen Kosmas und Damian abgeschlossen sind. Die Liturgie leitete Erzpriester Ljubomir Zorica, wie die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

Ausgehend vom Evangelium über die Begegnung Jesu mit Nathanael („Bevor dich Philippus rief, sah ich dich unter dem Feigenbaum“; Joh 1,43-51) sprach Erzpriester Ljubomir Zorica über die alles durchdringende Erkenntnis Gottes. Nicht das äußere Sehen habe Nathanael erstaunt, sondern dass Christus sein Herz kannte. Darin liege die Botschaft: Gott sehe den Menschen in seiner Tiefe, mit seinen Sehnsüchten und Gebeten.

Anhand einer Anekdote über den Astronomen Henry Russell stellte der Prediger die Frage nach der Größe Gottes im Angesicht der Weite des Universums. Entscheidend sei, wie groß der Gott sei, an den man glaube. Der christliche Gott stehe nicht fern über seiner Schöpfung, sondern sei größer als das Universum und zugleich jedem Einzelnen zugewandt. Gottes Blick sei kein kontrollierender oder strafender, sondern ein Blick der Liebe und Barmherzigkeit, sichtbar im gekreuzigten Christus.

Abschließend betonte der Geistliche, Gottes Blick sei schöpferische Liebe, die den Menschen aufrichte und zur Umkehr rufe. Auch im Leid, in Trauer und selbst in der Sünde bleibe dieser Blick ein Angebot der Erneuerung. Wer sich diesem Blick nicht entziehe, erfahre darin Trost und Kraft zur Veränderung des eigenen Lebens.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die russisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg einen neuen Videobeitrag aus der Reihe „Frag den Priester“ veröffentlicht hat.

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