Wallfahrt zur Kreuzreliquie nach Ulm-Wiblingen angekündigt

Die Heilig-Kreuz-Reliquie ist der herausragende Schatz des Klosters.

Die orthodoxen Kirchengemeinden Balingen und Albstadt im Erzbistum der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa (Patriarchat von Moskau) organisieren am dritten Sonntag der Großen Fastenzeit, dem Sonntag der Kreuzverehrung, eine Wallfahrt zum Kloster Wiblingen bei Ulm. Am 15. März 2026 wird dort um 15.30 Uhr ein Moleben vor der Heilig-Kreuz-Reliquie gefeiert, verbunden mit der Verehrung des Kreuzes, wie die Gemeinden auf ihrer gemeinsamen Webseite ankündigten.

Die Möglichkeit, einen Teil des Kreuzes Christi zu verehren, wird in der orthodoxen Tradition als besonderer geistlicher Segen verstanden – insbesondere in der Mitte der Fastenzeit. Die Gemeinden laden Gläubige herzlich ein, gemeinsam den „Segen des Kreuzes Christi“ zu empfangen.

Die im Kloster Wiblingen, einer ehemaligen Benediktinerabtei, aufbewahrte Heilig-Kreuz-Reliquie geht der Überlieferung zufolge auf das Jahr 1099 zurück. Holzpartikel, die vom Kreuz Christi stammen, wurden dem Kloster von den Stiftern Hartmann und Otto von Kirchberg geschenkt. Seither gilt die Reliquie als herausragender geistlicher Schatz der Anlage.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Reliquie aus Furcht vor Plünderungen im Kloster versteckt und galt zeitweise als verloren. Einer Legende zufolge wurde sie erst durch Hinweise eines alten Maurers wiederentdeckt. Bis heute ist das Heilige Kreuz Ziel zahlreicher Pilger und Ausdruck einer über Jahrhunderte gewachsenen Verehrungstradition.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die russisch-orthodoxe Gemeinde des Heiligen Johannes von Kronstadt in Hamburg einen neuen Videobeitrag aus der Reihe „Frag den Priester“ veröffentlicht hat.

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