Reliquien des heiligen Andreas von Kreta in Belgrad zur Verehrung ausgestellt

Gläubige verehren die Reliquien des heiligen Andreas von Kreta in der Kirche des Heiligen Simeon des Myrrhenspenders in Belgrad. Foto: Patriarchat

Gläubige verehren die Reliquien des heiligen Andreas von Kreta in der Kirche des Heiligen Simeon des Myrrhenspenders in Belgrad. Foto: Patriarchat

In der serbisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Simeon des Myrrhenspenders in Belgrad ist am 25. Februar 2026 ein Teil der Reliquien des heiligen Andreas von Kreta zur Verehrung durch die Gläubigen ausgestellt worden. Die feierliche Präsentation erfolgte im Anschluss an die Lesung des Großen Bußkanons und die Große Vesper im Beisein zahlreicher Gläubiger. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

Die Kirche hatte die Reliquien erst kürzlich mit dem Segen von Patriarch Porfirije empfangen. Den Abendgottesdienst leitete Archimandrit Danilo (Gavranović), Vorsteher der Kirche, in Konzelebration mit Klerikern und der Ordensgemeinschaft. Anwesend waren unter anderem Archimandrit Nektarije (Đurić), Sekretär der Heiligen Synode der Bischöfe der Serbisch-Orthodoxen Kirche und Vorsteher der Markuskirche in Belgrad, sowie Erzpriester Jovan Milanović, Rektor des Theologischen Seminars Karlovac.

Der heilige Andreas von Kreta (um 660–740) war Erzbischof von Gortyna auf Kreta und zählt zu den bedeutendsten Hymnographen der orthodoxen Kirche. Sein „Großer Kanon“ gilt als eines der eindringlichsten Bußgebete der kirchlichen Tradition und wird in der ersten Woche der Großen Fastenzeit abschnittsweise sowie vollständig in der fünften Woche gebetet.

Der Bußkanon ist geprägt von biblischen Anspielungen und einem persönlichen Ruf zur Umkehr. In zahlreichen Troparien ruft der Dichter die eigene Seele zur Reue, Demut und Erneuerung auf. Gerade zu Beginn der Fastenzeit unterstreicht die Kirche mit der Lesung dieses Werkes den geistlichen Weg der inneren Reinigung, auf den sich die Gläubigen vorbereiten. 

Die UOJ berichtete zuvor über einen neuen Videobeitrag von Priester Matthias Fröse: „Friede ist die Frucht der Sammlung des Geistes.“
 

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