Angriffe auf serbische Heiligtümer im Kosovo: Expertin warnte vor Zerstörung
Kunsthistorikerin Jasmina Ćirić erkennt in dne Angriffen auf serbische Heilitümer im Kosovo ein bekanntes Muster.
Nach neuen Schäden an serbisch-orthodoxen Kirchen im Kosovo und in Metochien hat die Kunsthistorikerin Jasmina Ćirić vor einer langfristigen Strategie gewarnt, die sowohl auf physische Zerstörung als auch auf eine Umdeutung des kulturellen Erbes ziele. Die Expertin äußerte sich dazu am 24. Februar 2026 im serbischen Rundfunk RTS.
In Dobrotin und Gornja Gušterica wurden in den vergangenen Tagen Kirchen beschädigt und verwüstet. Serbische Behörden sprechen von einer anhaltenden Angriffswelle auf religiöse Stätten. Laut Ćirić seien die Vorfälle zwar aktuell, die Methoden jedoch seit Jahrzehnten bekannt und stellten auch einen Verstoß gegen nationales und internationales Kulturgutschutzrecht dar.
Die Professorin verwies auf eine historische Linie von Zwischenfällen – vom Brand im Patriarchat von Peć 1981 über die Ereignisse nach 1999 bis zum Märzpogrom 2004. Physische Angriffe gingen häufig mit Versuchen einher, historische Narrative zu verändern, etwa durch die Aneignung oder Umdeutung mittelalterlicher Kirchen und ihrer Symbolik.
Als Beispiele nannte sie die Beschädigung bedeutender Fresken sowie Debatten in sozialen Netzwerken, in denen serbische Heiligtümer als Teil einer anderen kulturellen Tradition dargestellt würden. Prozesse wie „Albanisierung“ oder „Kosovarisierung“ zielten laut Ćirić darauf ab, wissenschaftlich belegte Fakten durch alternative Erzählungen zu ersetzen.
Obwohl mehrere Denkmäler unter UNESCO-Schutz stehen, sieht die Expertin Defizite bei internationaler Wahrnehmung und Koordination. Sie fordert engere Zusammenarbeit zwischen staatlichen Stellen, Kirche und Wissenschaft sowie mehr Veröffentlichungen in Weltsprachen, um das kulturelle Erbe besser zu dokumentieren und zu verteidigen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die serbische Kirche in Podgorica das Gedenken an den Heiligen Simeon feierte.
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