Serbische Kirche fordert Aufklärung: Orthodoxe Kreuze in Kroatien entfernt

Auf dem Friedhof in Vrbovsko wurden historische orthodoxe Grabkreuze entfernt. Foto: Eparchie

Die serbisch-orthodoxe Eparchie Gornja Karlovac in Kroatien hat die Entfernung zahlreicher orthodoxer Kreuze von alten Friedhöfen im Raum Vrbovsko kritisiert und eine vollständige Aufklärung durch die zuständigen Behörden verlangt. Nach Angaben der Kirche am 21. Februar 2026 auf ihrer Webseite seien viele Angehörige vorab nicht informiert worden.

Nach vorliegenden Informationen wurden die Kreuze von der Gemeindeverwaltung Vrbovsko (zwischen Karlovac und Rijeka) entfernt, weil sie als beschädigt und potenziell gefährlich eingestuft worden seien. Gläubige und Familien der Verstorbenen äußerten jedoch Zweifel an dieser Begründung und betonten, dass mehrere der entfernten Kreuze stabil und gut erhalten gewesen seien.

Die Eparchie unterstreicht, dass Grabkreuze für orthodoxe Christen nicht nur Denkmäler, sondern Ausdruck des Glaubens an die Auferstehung und Zeichen des Respekts gegenüber den Verstorbenen seien. Eingriffe an Grabstätten müssten daher mit besonderer Sorgfalt und in Abstimmung mit Familien sowie kirchlichen Stellen erfolgen.

Die serbische Kirche hat von den zuständigen Institutionen eine umfassende Klärung der Umstände sowie Auskunft über den Verbleib der Kreuze verlangt. Zudem fordert die Kirche ihre Rückgabe und die Instandsetzung der Schäden, da einige der Objekte mehrere hundert Jahre alt seien und als Kulturdenkmäler gelten.

Gleichzeitig erklärte die Eparchie ihre Bereitschaft zum Dialog mit den Behörden – im Geist gegenseitigen Respekts, der Einhaltung der Gesetze und der Wahrung der Würde der Grabstätten. Der Vorfall reiht sich allerdings in eine lange Liste von Friedhofsschändungen, Beschädigungen an Kirchen und Bauwerken der serbischen Kirche sowie Diebstählen in Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro sowie Kosovo und Metochien ein.

Die UOJ berichtete zuvor, dass die serbische Kirche in Podgorica das Gedenken an den Heiligen Simeon feierte.

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