Metropolit Grigorije predigte über das Erkennen Christi im Nächsten

Metropolit Grigorije (l.) und Erzbischof Maxim während der Göttlichen Liturgie in der Kirche des Heiligen Erzdiakons Stephanus in Alhambra. Foto: Gemeinde

Am 15. Februar 2026 hat der serbisch-orthodoxe Metropolit Grigorije von Düsseldorf und Deutschland gemeinsam mit Erzbischof Maxim von Los Angeles und Westamerika die Heilige Liturgie in der Kirche des Heiligen Erzdiakons Stephanus in Alhambra, USA, gefeiert. In seiner Predigt stellte der Hierarch das Thema der „Begegnung“ mit Christus in Eucharistie und Mitmenschen in den Mittelpunkt, wie die deutsche Eparchie auf ihrer Webseite berichtete.

In seiner Ansprache verband Metropolit Grigorije die beiden liturgischen Themen des Tages – die Darstellung des Herrn im Tempel und das Evangelium vom Jüngsten Gericht. Während Simeon im Kind Jesus das Heil erkannte, würden Menschen Christus oft übersehen, wenn er ihnen in Gestalt von Armen, Fremden oder Bedürftigen begegne. Die entscheidende Frage des Glaubens sei daher, ob der Mensch Christus wirklich erkenne.

Der Metropolit betonte, dass die Teilnahme an der Liturgie mehr sei als das Erleben schöner Rituale. Gläubige seien eingeladen, in einen lebendigen Dialog mit Gott zu treten und Christus in der Eucharistie zu empfangen – verbunden mit der Verantwortung, ihn auch außerhalb der Kirche im Nächsten wahrzunehmen.

Das Jüngste Gericht deutete der Geistliche als „letzte Begegnung“ mit Gott, auf die sich Christen im Alltag vorbereiten. Wer Christus suche und versuche, ihn im anderen Menschen zu sehen, könne mit Hoffnung statt mit Angst auf dieses Gericht blicken. Die Predigt schloss mit einem Gebet um Barmherzigkeit und dem Wunsch, wenigstens sagen zu können: „Herr, ich habe versucht, Dich zu erkennen.“

Nach der Liturgie wurde zudem das neue Buch des Metropoliten mit dem Titel „Füreinander notwendig“ vorgestellt. Neben dem Autor sprach auch Erzbischof Maxim über Inhalt und Bedeutung der Veröffentlichung.

Die UOJ berichtete zuvor, dass ein Sammelband des orthodoxen Underground-Magazins „Death to the World“ erscheint.

Lesen Sie auch

Jugendgruppe aus Bad Ems nahm an Bundeskonferenz in Augsburg teil

Die Jugendgruppe aus Bad Ems hat zum ersten Mal an der jährlichen Bundeskonferenz der Russisch-Orthodoxen Jugend teilgenommen und den Austausch mit anderen Gemeinden gelobt.

Allerheiligenprozession im Dreifaltigkeitskloster Buchhagen abgehalten

Traditionelle Lite mit Allerheiligenschrein und Gebeten für das Kloster und das Land

Metropolit Feodosij von Tscherkassy wurde ins Krankenhaus eingeliefert

Der Leiter der Eparchie Tscherkassy der UOK wurde auf dringende Anweisung von Kardiologen zur stationären Behandlung gebracht.

Von 120 auf 12 Gläubige geschrumpft – Gemeinde im Libanon fast verschwunden

Krieg und Vertreibung treffen Christen im Südlibanon hart – Hilfswerk schlägt Alarm

Sommerfest stärkte das russisch-orthodoxe Gemeindeleben in Monaco

Traditionelles Familienessen der ROKA-Pfarrei St. Elena nach der Göttlichen Liturgie

„Werte verstehen und lieben“ – Begegnungen im Kirchenzentrum München

Rumänisch-orthodoxe Gemeinde und Bischof Sofian begrüßten Priester Vasile-Octavian Mihoc und den Publizisten Dan Puric