Wales: Religionsgemeinschaften warnen vor Legalisierung der Sterbehilfe

Älterer Herr im Sterbebett. Foto: Vatican News
Kurz vor einer richtungsweisenden Abstimmung im walisischen Parlament haben führende Vertreter mehrerer Religionsgemeinschaften eindringlich vor der Einführung von Sterbehilfe gewarnt. Christen, Juden, Muslime, Sikhs und Hindus richten einen gemeinsamen Appell an die Abgeordneten, den Gesetzentwurf zur Legalisierung assistierter Selbsttötung abzulehnen. Die Entscheidung des Senedd steht für den 24. Februar 2026 an und könnte richtungsweisend für den künftigen Umgang mit Sterbehilfe in Wales sein. Darüber berichtete Vatican News.
In ihrer gemeinsamen Erklärung betonen die Religionsvertreter, dass eine mitfühlende Gesellschaft Leben nicht verkürzen dürfe. Aufgabe sei es vielmehr, Schwerkranke umfassend zu begleiten, Schmerzen zu lindern und ihre Würde zu bewahren. Besondere Sorge gilt der Gefahr, dass ältere oder kranke Menschen sich indirekt gedrängt fühlen könnten, ihr Leben zu beenden, um Angehörige oder das Gesundheitswesen zu entlasten.
Statt einer Legalisierung fordern die Unterzeichner einen konsequenten Ausbau von Palliativ- und Hospizangeboten, um ein würdevolles Sterben bis zuletzt zu ermöglichen. Zugleich rufen die Religionsgemeinschaften die Bevölkerung auf, ihre Abgeordneten zu kontaktieren und sich gegen die Gesetzesänderung zu positionieren. Das breite interreligiöse Bündnis unterstreicht damit die gesellschaftliche Dimension der Entscheidung.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die Nachfrage nach Sterbehilfe in Deutschland gestiegen ist.
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