Nachfrage nach Sterbehilfe in Deutschland gestiegen
Patient bei einer Infusion. Foto: freepik
In Deutschland greifen immer mehr Menschen auf organisierte Formen der Suizidassistenz zurück. Seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 2020, das das Recht auf selbstbestimmtes Sterben gestärkt hat, gewinnen Sterbehilfeorganisationen zunehmend an Bedeutung. Im Jahr 2025 machten nach aktuellen Zahlen mehr als 1200 Personen von entsprechenden Angeboten Gebrauch, ein weiterer Anstieg im Vergleich zum Vorjahr und Ausdruck eines anhaltenden Trends. Darüber berichtete Evangelische Zeitung.
Die Zunahme der Suizidbegleitungen ist wesentlich auf die alternde Gesellschaft sowie die steigende Zahl schwerer und chronischer Erkrankungen zurückzuführen. Als häufige Motive werden komplexe gesundheitliche Beeinträchtigungen, fortschreitende Leiden oder ein tiefes Gefühl der Lebenssättigung im fortgeschrittenen Alter genannt. Auffällig ist dabei, dass die meisten assistierten Suizide Menschen über 80 Jahre betreffen und Frauen in fast allen Altersgruppen stärker vertreten sind.
Die gesellschaftliche Relevanz des Themas nimmt erkennbar zu. Sterbehilfeorganisationen bauen ihr Informationsangebot aus, während die Gesamtzahl der Suizide in Deutschland erneut leicht ansteigt. Die aktuellen Zahlen spiegeln eine wachsende gesellschaftliche Debatte um Selbstbestimmung, altersmedizinische Versorgung und palliative Begleitung wider.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass das Fest der Darstellung des Herrn in der Kirche des heiligen Sava gefeiert wurde.
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