Großbritannien: Geschlechtswechsel ab vier ohne Zustimmung der Eltern erlaubt
Transgender-Kundgebung. Foto: dailymail.co
In Großbritannien ist ein Skandal um die von der Labour-Regierung veröffentlichten Empfehlungen für Schulen zum Umgang mit Kindern, „die an ihrer Geschlechtsidentität zweifeln“, entbrannt. Das Dokument lässt die Möglichkeit einer sogenannten „sozialen Transition“ von Grundschülern, darunter auch Vierjährigen, in „seltenen Fällen“ ohne Zustimmung der Eltern zu, schreibt die Daily Mail.
Derzeit geht es um eine Namensänderung und die Anrede ohne medizinische Intervention. Gemäß diesen Empfehlungen können Lehrer und Schüler Kinder mit anderen Pronomen ansprechen, die nicht ihrem Geschlecht entsprechen, sondern ihre „Geschlechtsidentität“ widerspiegeln.
Die ehemalige Leiterin der Schulaufsichtsbehörde Ofsted, Baroness Amanda Spielman, erklärte in der Sendung Today, dass die neuen Vorschriften den Schulen „zu viel Freiheit” einräumen und es ermöglichen, einem Kind den Wechsel zu einem anderen Geschlechtsstatus zu gestatten, ohne dies den Eltern mitzuteilen. Ihrer Meinung nach ist eine geschlechtliche Umwandlung „keine neutrale Handlung”, und die Formulierung „seltene Fälle”, in denen die Meinung der Eltern nicht berücksichtigt werden muss, sei zu vage. Sie äußerte die Befürchtung, dass Kinder dazu ermutigt werden könnten, eine „gefährliche” Situation zu Hause anzugeben, um die Ablehnung der Eltern zu umgehen.
Auch Vertreter der Konservativen Partei äußerten Kritik. Die Abgeordnete Claire Coutinho betonte, dass Kinder im Grundschulalter „für solche Entscheidungen noch zu jung“ seien.
„Wir haben sehr deutlich gemacht, dass für Grundschulkinder keine unterschiedlichen Pronomen verwendet werden sollten”, sagte sie.
Die Schulleiterin Catherine Birbalsingh bezeichnete die neuen Empfehlungen als „beschämend” und als Missbrauch staatlicher Macht.
Gemäß den veröffentlichten Erläuterungen des Bildungsministeriums sind Schulen verpflichtet, das biologische Geschlecht des Kindes in den Unterlagen festzuhalten, getrennte Toiletten und Umkleideräume beizubehalten und sich mit den Eltern zu beraten, sofern keine ernsthaften Gründe vorliegen, dies als Gefahr für den Schüler anzusehen. Das Dokument wurde zur zehnwöchigen öffentlichen Diskussion vorgelegt.
Wie die UOJ berichtete, wurde eine Frau in Großbritannien wegen eines Gebets vor einer Abtreibungsklinik polizeilich untersucht.
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