Lebensschutzgruppe erinnerte in Deutschland an 50 Jahre Abtreibungsregelung

Schwangere Frau. Foto: CNA
Die Lebensrechtsorganisation „Aktion Lebensrecht für Alle“ (ALfA) hat an die Einführung der sogenannten Indikationslösung vor 50 Jahren erinnert und eine kritische Bewertung der Entwicklung seitdem vorgenommen. Nach Einschätzung der Initiative seien seit Inkrafttreten der Regelung mehrere Millionen Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen worden. Vor diesem Hintergrund stellt die Organisation die Frage, ob ausreichend Alternativen und Hilfsangebote für Frauen in Konfliktsituationen bereitgestellt wurden. Darüber berichtete CNA.
Nach Auffassung von ALfA stellt das geltende Abtreibungsrecht einen politischen Kompromiss dar, der zwar das Lebensrecht ungeborener Kinder grundsätzlich anerkenne, aus Sicht der Organisation jedoch nicht ausreichend gewährleiste. Wirksamer Lebensschutz lasse sich demnach nicht allein durch Gesetze erreichen, sondern erfordere eine gesellschaftliche Haltung, die werdende Mütter umfassend unterstütze und das ungeborene Leben als schützenswert anerkenne.
Die Initiative fordert, den staatlichen Schutzauftrag für das ungeborene Leben im öffentlichen Diskurs, etwa in Schulen und Medien, stärker zu thematisieren. Notwendig sei eine Kultur, die Frauen in Krisensituationen effektiv hilft und Familien mehr unterstützt. Hintergrund ist die Statistik von jährlich über 100.000 straffreien Schwangerschaftsabbrüchen in Deutschland.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass die EU-Kommission Initiative zu Abtreibungsreisen in Europa prüft.
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