EU-Kommission prüft Initiative zu Abtreibungsreisen in Europa

Die Europäische Kommission steht vor einer Entscheidung über die Bürgerinitiative „My Voice My Choice“, die Frauen ermöglichen soll, für Schwangerschaftsabbrüche in andere EU-Staaten zu reisen, wenn diese im eigenen Land rechtlich eingeschränkt oder verboten sind. Nach dem Vorschlag könnten entsprechende Eingriffe unter bestimmten Voraussetzungen auch aus europäischen Mitteln finanziert werden. Eine Entscheidung der Kommission wird für den 25. Februar erwartet. Darüber berichtete Catholic Vote.

Die Initiative verfolgt das Ziel, die unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen in den EU-Staaten einander anzunähern. Kritiker befürchten hingegen, dass damit strengere Schutzvorschriften einzelner Länder unterlaufen und eine Anpassung an liberalere Gesetze vorangetrieben werden soll. Zugleich wird die Frage aufgeworfen, ob der Europäischen Union für derartige Vorhaben im Bereich des Schwangerschaftsabbruchs überhaupt die nötigen Kompetenzen zustehen.

Darüber hinaus wurden Vorbehalte gegenüber der finanziellen Ausstattung und den politischen Absichten des Vorhabens laut. Kritiker plädieren stattdessen für eine bessere Förderung von Familien und werdenden Müttern sowie für eine eindeutige Festlegung der Zuständigkeiten auf EU-Ebene. Die anstehende Entscheidung der Kommission könnte daher wegweisend für die künftige Rolle der Union in bioethischen und gesundheitspolitischen Bereichen sein.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass Puerto Rico ungeborene Kinder gesetzlich als Menschen anerkannte.

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