Kirche schloss Kritiker in Serbien aus der Gemeinschaft
Serbiens Präsident Vucic. Foto: Church Times
Die Serbische Orthodoxe Kirche hat die Theologen Blagoje Pantelić und Vukašin Milićević aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossen. Milićević wurde zudem seines priesterlichen Amtes enthoben. Die Entscheidung traf das Kirchengericht der Erzdiözese Belgrad-Karlovci und schloss ein Verfahren ab, das bereits im Sommer 2025 begonnen hatte. Darüber berichtete Church Times.
Der Anlass für die Maßnahmen waren öffentliche Äußerungen der beiden Geistlichen, in denen sie die wachsende Nähe der Kirche zum serbischen Präsidenten Aleksandar Vučić kritisierten. Zudem hatten sie Verständnis für die studentischen Proteste gezeigt, die sich gegen Korruption und Missstände richten, ausgelöst durch den Einsturz eines Bahnhofsdachs in Novi Sad im Jahr 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen.
Die Exkommunikation zählt zu den härtesten Strafen des Kirchenrechts und hat zur Folge, dass der Betroffene nicht mehr an den Sakramenten teilnehmen darf und auch kein Anrecht auf ein kirchliches Begräbnis hat. Pantelić kritisierte das Vorgehen gegen ihn als ungerecht und kündigte an, Einspruch gegen die Entscheidung einzulegen. Von Seiten der Serbischen Orthodoxen Kirche gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme zu dem Fall.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass eine Theologische Hochschule eine Bildungsplattform in Brookline startete.
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