Patriarch Porfirije: Der Weg der Buße als Rückkehr zu Gott
Patriarch Porfirije während der Heiligen Liturgie in der Kirche des Heiligen Sava, wo er über Buße, Demut und Barmherzigkeit predigte. Foto: Patriarchat
In seiner Predigt am Sonntag des verlorenen Sohnes hat der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije die Buße als zentralen Weg der geistlichen Erneuerung und Rückkehr zu Gott beschrieben. Während der Heiligen Liturgie am 8. Februar 2026 in der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad betonte er, der Mensch sei aufgerufen, „in Demut und Buße zu leben“, zugleich aber aktiv gegen Stolz und Arroganz im eigenen Inneren anzukämpfen. Darüber berichtete das serbische Patriarchat auf seiner Webseite.
In seiner Auslegung des Gleichnisses vom verlorenen Sohn (Lk 15,11–32) hob Patriarch Porfirije hervor, dass die Evangeliumsgeschichte drei Personen zeige – den Vater und zwei Söhne – und damit zwei grundlegende menschliche Verhaltensmuster offenlege. Der ältere Sohn stehe für Gehorsam und Pflichterfüllung, der jüngere für Rebellion und den Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben fern vom Vaterhaus. Beide Lebensmodelle seien dem Menschen vertraut und fänden sich in jedem Einzelnen wieder.
Spirituell gedeutet, so der Hierarch, verkörpere der Vater Gott selbst, während die beiden Söhne unterschiedliche Haltungen des Menschen gegenüber Gott widerspiegelten. Der Mensch sei mal der gehorsame, mal der fortgehende Sohn. Unabhängig davon, wie weit sich der Mensch von Gott entferne, bleibe er doch nach Gottes Bild geschaffen und trage eine unstillbare Sehnsucht nach Fülle in sich, die allein in Gott erfüllt werden könne.
Buße sei daher kein einmaliger Akt, sondern ein Weg des Wachstums und der Rückkehr zum eigenen Ursprung. Zugleich rief der Patriarch dazu auf, barmherzig zu handeln und dem Beispiel des Vaters im Gleichnis zu folgen, der seinem verlorenen Sohn entgegengehe und ihn mit offenen Armen empfange.
Im Anschluss an die Liturgie besuchte und segnete Patriarch Porfirije Vertreter des Roten Kreuzes und des Instituts für Bluttransfusion sowie Teilnehmer einer Blutspendeaktion im Pfarrhaus der Kirche des Heiligen Sava.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Kommission der Republika Srpska für das serbische Athos-Kloster Hilandar zwei Restaurierungsprojekte vorantreibt.
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