Gestohlene Ikonen nach 14 Jahren an albanische orthodoxe Kirche zurückgegeben

Die zurückgegebenen orthodoxen Ikonen stehen sinnbildlich für die Bewahrung des religiösen und kulturellen Erbes Albaniens. Foto: orthodoxianewsagency.gr

14 Jahre nach ihrem Diebstahl sind zehn Ikonen von hohem historischem und spirituellem Wert am Freitag, dem 30. Januar 2026, an die Autokephale Orthodoxe Kirche von Albanien zurückgegeben worden. Die Kunstwerke stammen aus der Kirche der Entschlafung der Gottesmutter im Dorf Lambovo in der Region Stavro. Über das Ereignis berichtete die Orthodoxia News Agency.

Die feierliche Übergabe der Ikonen erfolgte im Rahmen eines Treffens im Kulturministerium in Tirana. Daran nahmen Erzbischof Ioannis sowie Kulturminister Blendi Klosi teil.

Mehr zum Thema Die albanisch-orthodoxe Kirche gedachte Erzbischof Anastasios

Minister Klosi würdigte die Rückführung als Ergebnis einer erfolgreichen Operation der Staatspolizei, durch die Kulturgüter von unschätzbarem nationalem Wert vor dem illegalen Kunsthandel bewahrt worden seien. Die Rückgabe bezeichnete er als Akt historischer und spiritueller Gerechtigkeit und hob zugleich die Bedeutung der systematischen Registrierung von Kulturgütern hervor.

Zugleich versicherte der Minister, dass die Suche nach weiteren verlorenen Objekten fortgesetzt werde, um das kulturelle Erbe Albaniens langfristig zu schützen. Die Identifizierung und Rückführung solcher Gegenstände bleibe eine staatliche Priorität.

Erzbischof Ioannis von Tirana, Durrës und ganz Albanien zeigte sich tief bewegt über die Rückkehr der „außergewöhnlich schönen und historisch wertvollen Ikonen“ und dankte dem Ministerium ausdrücklich für dessen Einsatz. Im Gespräch wurden zudem laufende und geplante Projekte zur Restaurierung und Erhaltung denkmalgeschützter Kirchen und Klöster erörtert. Beide Seiten unterstrichen die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Staat und Religionsgemeinschaften beim Schutz religiöser Reliquien und Kulturdenkmäler.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Isaak an einem Gedenkgottesdienst für Erzbischof Anastasios in Tirana teilnahm.

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