Vatikan wies Klage von AfD-Politiker nach Ausschluss aus Pfarrgremium ab

Der Vatikan bestätigte den Ausschluss des AfD-Politikers Christoph Schaufert aus einem Pfarrgremium. Foto: Screenshot YouTube

Der Vatikan hat die Klage des saarländischen AfD-Landtagsabgeordneten Christoph Schaufert gegen seinen Ausschluss aus dem Verwaltungsrat einer Pfarrgemeinde zurückgewiesen. Damit bestätigte das Dikasterium für den Klerus die Entscheidungen der kirchlichen Vorinstanzen, wie die katholische Nachrichtenagentur CNA am 28. Januar 2026 berichtete.

Das Dikasterium, Zentralbehörde der römischen Kurie, hat die Beschwerde des AfD-Politikers Christoph Schaufert gegen seine Entlassung aus dem Verwaltungsrat der Pfarrgemeinde St. Marien in Neunkirchen als rechtlich und sachlich unbegründet abgewiesen. Es ist die erste rechtskräftige vatikanische Entscheidung dieser Art.

Zuvor hatten bereits der Diözesanbischof von Trier, Stephan Ackermann, sowie weitere kirchliche Instanzen die Beschwerde zurückgewiesen. Grundlage für den Ausschluss war das Kirchenvermögensverwaltungsgesetz des Bistums Trier, das bei „wichtigem Grund“ eine Entlassung aus Pfarrgremien erlaubt. Als solcher gilt unter anderem ein der Kirche schadendes öffentliches Auftreten.

Das Bistum Trier berief sich unter anderem auf eine Erklärung der Deutschen Bischofskonferenz vom Februar 2024, in der „völkischer Nationalismus“ als mit dem Christentum unvereinbar bezeichnet wird – eine Einordnung, die die AfD strikt zurückweist.

Schaufert, seit 2022 Mitglied des saarländischen Landtags und stellvertretender AfD-Fraktionsvorsitzender, hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und betont, seine kirchliche Arbeit stets von seiner politischen Tätigkeit getrennt zu haben.

Nach der vatikanischen Entscheidung erklärte Schaufert seinen Austritt aus der katholischen Kirche als Körperschaft des öffentlichen Rechts. Zugleich betonte er, weiterhin gläubiger Katholik zu sein, lehnte jedoch die Finanzierung der Kirche über Kirchensteuern ab.

Die UOJ berichtete zuvor, dass eine Zürcher Ex-Politikerin nach Schüssen auf ein Jesusbild zu einer Geldstrafe verurteilt wurde.

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