Ehemaliger Terrorist mit Vorstrafe kandidiert für den Stadtrat von Birmingham

Shahid Butt, der verurteilte Terrorist. Foto: twittersmash

Shahid Butt, der verurteilte Terrorist. Foto: twittersmash

In Birmingham löst die Kandidatur von Shahid Butt kontroverse Diskussionen aus. Der 60-jährige Aktivist, der 1999 wegen Beteiligung an einem geplanten Terroranschlag verurteilt wurde, strebt nun einen Sitz im Stadtrat für den Wahlbezirk Sparkhill an. Butt sieht sich als „idealen Kandidaten“, der eine gespaltene Gemeinschaft einen, dem rechten Rand entgegentreten und die Labour-Partei in einer ihrer traditionellen Hochburgen herausfordern könne. Darüber berichtete twittersmash.

Seine Kandidatur stößt auf breite Kritik. Vor allem in sozialen Medien wird ihm vorgeworfen, Gewalt zu verherrlichen und eine islamistische Agenda zu vertreten. Kritik erntete er unter anderem für Aussagen, in denen er Muslime aufforderte, sich notfalls auch körperlich zu verteidigen, sowie für seine Vergangenheit in der gewaltbereiten „Lynx Gang“ der 1980er Jahre. Seine Verurteilung wegen Terrorplanung im Jenen bestreitet Butt bis heute und beruft sich auf ein erzwungenes Geständnis.

Butt kandidiert als Unabhängiger, steht aber mit anderen Aktivisten in engem Austausch. Seine Berufung auf die Unterstützung „Allahs“ in einem Wahlvideo rief erneute Kritik hervor. Er weist Vorwürfe zurück, die Stadt islamisieren oder die Scharia einführen zu wollen, und bekennt sich zum britischen Recht. Seine Schwerpunkte als Stadtrat wären Jugend, Drogenprävention und saubere Straßen in Sparkhill. Trotz aller Kontroversen sieht er sich als Stimme seiner Gemeinschaft und will aus seiner Vergangenheit heraus Verantwortung übernehmen.

Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass in Bethlehem die Geburtsgrotte Jesu restauriert wird.

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