Serbisch-orthodoxe Kirche verherrlichte Hieromärtyrer Mihailo in Kotor

In Kotor fand die Göttliche Liturgie zur Verherrlichung des Hieromärtyrers Mihailo statt. Foto: Diözese

Am 24. Januar 2026 hat die serbisch-orthodoxe Kirche in Kotor (Montenegro) den Hieromärtyrer Mihailo (Barbić) offiziell verherrlicht. Der Gemeindepfarrer war in den 1940er-Jahren von den kommunistischen Machthabern in Montenegro ermordet worden. Die Feier fand im Beisein zahlreicher orthodoxer Hierarchen statt, wie die Diözese auf ihrer Webseite berichtete.

Die Göttliche Liturgie wurde von Metropolit Joanikije von Montenegro und der Küstenregion geleitet. Mit ihm konzelebrierten mehrere Metropoliten und Bischöfe der Serbisch-Orthodoxen Kirche sowie Vertreter anderer orthodoxer Kirchen, darunter auch Bischof David der Mazedonisch-Orthodoxen Kirche aus der Erzdiözese Ohrid.

Während des Kleinen Einzugs wurde die Heiligsprechungsurkunde verlesen. Die offizielle Kanonisierung des Hieromärtyrers war bereits im Mai 2025 auf dem Konzil der Bischöfe der Serbisch-Orthodoxen Kirche gemeinsam mit weiteren Märtyrern beschlossen worden.

In seiner Predigt würdigte Metropolit Joanikije das Leben des neuen Heiligen, der sein kurzes irdisches Dasein „in großer Mühe zur Ehre Gottes“ verbracht habe. Schon früh habe Mihailo den Wunsch verspürt, Priester zu werden, inspiriert durch seinen Onkel, den Erzpriester Sava Barbić von Dubrovnik, der im Ersten Weltkrieg den Märtyrertod erlitt. Mihailo wirkte als Gemeindepfarrer, Religionslehrer und Militärgeistlicher und war an der Wiedereröffnung des Klosters Prevlaka beteiligt.

Nach kirchlicher Überlieferung wurde der Priester ohne Prozess im Gefängnis von Kotor gefoltert, erdrosselt und in eine Grube geworfen. Nach seinem Tod sei versucht worden, sein Andenken auszulöschen. Erst später seien die falschen Anschuldigungen widerlegt worden. In weiteren Wortmeldungen betonten die Hierarchen die Bedeutung der Märtyrer für das kirchliche Leben und stellten den heiligen Mihailo in eine Reihe bedeutender Heiliger aus der Region der Bucht von Kotor.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Patriarch Porfirije die serbischen Wasserball-Europameister empfing.

Lesen Sie auch

Patriarch Porfirije erinnerte zum 35. Todestag an Patriarch German

Das Oberhaupt der Serbisch-Orthodoxen Kirche würdigte das Wirken eines seiner Vorgänger, der sich für die Wiederaufnahme des Baus der Sava-Kirche eingesetzt hatte.

Saint-Serge-Institut veröffentlichte Kursangebot für das erste Semester

20 Bachelor-Kurse und sieben Master-Seminare werden online live und auf Abruf angeboten

Der reiche Jüngling und die „eiserne Mauer“ des Eigenwillens

Priester Matthias Fröse deutete das Evangelium als Aufruf, die Bindungen des eigenen Herzens zu erkennen und sich von Christus verwandeln zu lassen.

Erzbischof Tichon zelebrierte zum Festabschluss der Verklärung des Herrn

Der Administrator der Berliner Diözese feierte gemeinsam mit Geistlichen die Göttliche Liturgie und empfing eine Kindergartengruppe.

Bischof Hiob von Stuttgart traf Metropolit Antonius in Moskau

Der Vorsitzende des Außenamtes des Moskauer Patriarchats empfing den Bischof der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland zu einem Gespräch.

Bauarbeiten für rumänisch-orthodoxe Kirche in Düsseldorf haben begonnen

Nach der Weihe des Grundsteins im Mai starteten auf dem Grundstück am Werstener Feld nun die Fundamentarbeiten für den Kirchenneubau.