Patriarch Porfirije beschrieb den Heiligen Sava als geistliches Vorbild
Gemeinsamer Auftritt mehrerer Chöre während der feierlichen Saint-Sava-Akademie in der Krypta des Tempels des Heiligen Sava in Belgrad. Foto: Patriarchat
Mit einer feierlichen Akademie in der Krypta des Tempels des Heiligen Sava in Belgrad wurden am 25. Januar 2026 in Anwesenheit von Patriarch Porfirije die St.-Sava-Tage eröffnet. Das spirituelle und kulturelle Programm findet vom 22. bis 31. Januar im Rahmen der Feierlichkeiten zum Fest des Heiligen Sava, des ersten Erzbischofs Serbiens, statt und steht im Zeichen der Bewahrung und zeitgenössischen Vermittlung des Sava-Erbes, wie das Patriarchat auf seiner Webseite mitteilte.
Zu Beginn der Akademie würdigte Seine Heiligkeit Patriarch Porfirije die herausragende Bedeutung des Heiligen Sava für Kirche, Volk und Staat. Er bezeichnete ihn als die umfassendste Gestalt der serbischen Geschichte, deren Wirken alle Bereiche des gesellschaftlichen und geistlichen Lebens geprägt habe. Der Heilige Sava habe Kirche und Staat mitgestaltet, sei Asket und Diplomat, Gesetzgeber und Lehrer gewesen und habe das Leben seines Volkes nachhaltig vom Evangelium her geformt.
Einen besonderen Akzent setzte der Patriarch auf die Rolle des Heiligen Sava im Bildungs- und Erziehungswesen. Wahre Erleuchtung, so Porfirije, erwachse nicht allein aus Wissen, sondern aus der Heiligkeit des Lebens. Der Heilige Sava sei nur deshalb ein wahrer Lehrer gewesen, weil er selbst aus dem Licht Christi gelebt habe. Daraus ergebe sich auch heute eine Verantwortung für alle, die im Bildungsbereich tätig sind, ebenso wie für jeden Gläubigen, Träger dieses Lichtes im Alltag zu sein.
Abschließend rief der Patriarch angesichts gesellschaftlicher Spaltungen zu Gebet, Verantwortung füreinander und gelebter Nächstenliebe auf. Die Akademie wurde von einem vielfältigen künstlerischen Programm mit Chören, Musikern, Schauspielern und Rezitatoren begleitet. Den Höhepunkt bildete der gemeinsame Vortrag der Hymne an den Heiligen Sava durch alle Mitwirkenden und Chöre.
Die UOJ berichtete zuvor, dass im serbisch-orthodoxen Kloster Visoki Dečani das Fest des Ehrwürdigen Theodosius begangen wurde.
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