Erzpriester Matthias Zierenberg: „Buße ist das Tor zum Evangelium“

Erzpriester Matthias Zierenberg während seiner Predigt zum Sonntag nach Theophanie in der serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen. Foto: Screenshot YouTube

In seiner Predigt zum Sonntag nach Theophanie, dem 25. Januar 2026, in der deutschsprachigen serbisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Lubentius in Limburg-Dietkirchen sprach Erzpriester Matthias Zierenberg über das Evangelium nach Matthäus (4,12–17) und über die Buße als notwendige Umkehr von der Finsternis der Sünde hin zum Licht Christi. Die Gemeinde veröffentlichte die Predigt auf ihrem YouTube-Kanal.

Ausgehend von der Gefangennahme Johannes des Täufers schilderte Erzpriester Matthias Zierenberg den Gegensatz zwischen der göttlichen Wahrheit und der gefallenen Welt, die diese Wahrheit nicht erträgt. Johannes habe die Wahrheit verkündet und sei dafür zum Schweigen gebracht worden. Christus selbst weiche der Gewalt der Staatsmacht aus und begegne dem Bösen nicht mit Gewalt, sondern durch geduldiges Ertragen und durch den größeren Heilsauftrag seiner Menschwerdung.

Anhand der alttestamentlichen Prophezeiung vom Licht, das im Land Sebulon und Naftali aufgeht, erläuterte der Prediger den Beginn des Wirkens Jesu in Galiläa als bewusstes Eintreten in das „Land der Finsternis“. Dort, wo Menschen im Schatten von Sünde und Tod gefangen seien, beginne das Evangelium. Menschliches Licht reiche nicht aus, um diese Finsternis zu vertreiben; nur Christus selbst sei das Licht, das die Macht der Sünde und des Todes überwinde.

Der Geistliche betonte, dass Jesus die Predigt Johannes des Täufers aufnehme und konkretisiere: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe.“ Buße sei dabei keine bloße Reue, sondern eine bewusste Entscheidung zur Umkehr, zur Abwendung von der Sünde und zur Hinwendung zu Christus. Sie sei der Weg zur Erlösung und der Sieg über jene Mächte, die die Seele im „Grab“ von Lüge, Stolz und Gesetzlosigkeit festhielten.

Abschließend hob der Erzpriester die Konkretheit des Heilsplans hervor: Das Heil geschehe an realen Orten und zu bestimmten Zeiten – in der Taufe, in der Liturgie, an jedem Sonntag und in jedem Osterfest. Christus wolle jeden Menschen retten, der bereit sei, den Weg der Buße zu gehen. Die Umkehr des eigenen Willens sei der Beitrag des Menschen zur Vorbereitung auf das Himmelreich. 



Die UOJ berichtete zuvor, dass im serbisch-orthodoxen Kloster Visoki Dečani das Fest des Ehrwürdigen Theodosius begangen wurde.

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