„Das Kreuzzeichen ist ein Bekenntnis mit dem ganzen Leib zu Christus“

Priester Matthias Fröse erläutert in seinem Videobeitrag die geistliche Bedeutung des Kreuzzeichens und ruft zu innerer Sammlung statt äußerlicher Perfektion auf.

In seinem zehnten thematischen Videobeitrag außerhalb der Predigten spricht Priester Matthias Fröse von der russisch-orthodoxen Gemeinde des Heiligen Christophorus Mainz (ROK) in der Außenstelle Meisenheim über die richtige Praxis und geistliche Bedeutung des Kreuzzeichens in der orthodoxen Kirche. Die Gemeinde veröffentlichte den Beitrag am 24. Januar 2026 auf ihrem YouTube-Kanal.

Priester Matthias Fröse erklärte in seinem Video, dass das Kreuzzeichen zu den grundlegendsten Gebeten der orthodoxen Kirche gehört, gleichzeitig aber bei vielen Menschen Unsicherheit oder sogar Angst auslösen könne. Er betonte, dass das Kreuzzeichen mit Würde, Sammlung und Bewusstheit vollzogen werden sollte und nicht hastig oder mechanisch.

Der Geistliche wies darauf hin, dass das Kreuzzeichen kein Zauber oder eine motorische Prüfungsaufgabe sei. Vielmehr sei es ein Bekenntnis mit dem ganzen Leib zu Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen, und zur Dreieinigkeit Gottes. Volkstümliche Bilder wie „der Teufel bleibt auf der Schulter sitzen“, wenn man das Kreuzzeichen „falsch“ macht, entstammten zwar guten Absichten, seien aber theologisch unbegründet und erzeugten unnötige Angst.

Besonders Eltern, Kinder und neue Gemeindemitglieder sollen ermutigt werden, nicht Perfektion, sondern Sammlung, nicht Angst, sondern Vertrauen und nicht Kontrolle, sondern Ehrfurcht als Maßstab zu nehmen. Entscheidend sei das innere Gebet und die bewusste Begegnung mit Gott, nicht die exakte Handbewegung.

Fröse schloss mit dem Hinweis, dass ein ruhig und gläubig ausgeführtes Kreuzzeichen, selbst bei Unsicherheit, Gott näherbringe als ein äußerlich perfektes, aber innerlich verkrampftes Zeichen. Kinder sollten Gebet durch Liebe, Geduld und Nachahmung lernen, nicht durch Angst oder Druck.



Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Tichon am „March for Life“ in Washington teilnahm.

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