„Die Werte unserer Identität gründen auf dem Erbe des Heiligen Sava“

Präsentation der Monographie „Der Heilige Sava 1175–2025“ und Eröffnung der Ausstellung zur Baugeschichte des Sava-Tempels im Pfarrhaus der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad. Foto: Patriarchat

Zum 850. Geburtstag des Heiligen Sava sind in Belgrad eine umfangreiche wissenschaftliche Monographie sowie eine begleitende Ausstellung zur Geschichte des Sava-Tempels eröffnet worden. Patriarch Porfirije hob dabei die bleibende Bedeutung des Heiligen für Glauben, Kultur und Identität des serbischen Volkes hervor, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.

Der Heilige Sava (1175–1236), erster Erzbischof und Begründer der eigenständigen Serbisch-Orthodoxen Kirche, gilt bis heute als geistlicher Vater des serbischen Volkes. In seiner Ansprache betonte Patriarch Porfirije, die grundlegenden Werte der serbischen Identität wurzelten im Wirken und im Opfer des Heiligen Sava. Sein Erbe sei nicht historisch abgeschlossen, sondern werde von jeder Generation neu entdeckt und gelebt.

Im Vorfeld des Gedenktages wurde in der Krypta des Sava-Tempels die Monographie „Der Heilige Sava 1175–2025“ vorgestellt. Der vom Museum der Serbisch-Orthodoxen Kirche herausgegebene Sammelband vereint Beiträge von 13 namhaften Forschern aus Theologie, Geschichte, Philologie, Kunst- und Architekturgeschichte. Ziel der Publikation ist es, den aktuellen Stand der Forschung darzustellen und neue Perspektiven auf Persönlichkeit, Werk und Wirkung des Heiligen Sava zu eröffnen.

Den Abschluss bildete die Eröffnung der Ausstellung „Der Tempel des Heiligen Sava – von der Idee zur Kuppel“ im Pfarrhaus der Kirche des Heiligen Sava in Belgrad. Die von Protodiakon Budimir Kokotović kuratierte Schau zeichnet die Baugeschichte der nationalen Votivkirche von den ersten Planungen bis zur Errichtung der Kuppel nach.

Patriarch Porfirije erinnerte in seiner Ansprache an die Worte des früheren Bischofs Danilo Krstić, der 1981 in der damals noch unvollendeten Kirche des Heiligen Sava erklärt hatte, es handle sich nicht um eine Ruine, sondern um „unzerstörbare Fundamente“ und um keine „Mauer der Trauer“, sondern eine „Mauer der Hoffnung“. Porfirije deutete diese Worte als prophetisch und betonte, dass sich diese Hoffnung mit der Vollendung des Gotteshauses sichtbar erfüllt habe.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije zu einem Glauben jenseits bloßer Gewohnheit aufrief.
 

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