Erzbischof Tichon vollzog in Berlin den Ritus der Großen Wasserweihe

Erzbischof Tichon bei der Wasserweihe in Berlin. Foto: Diözese

Am 19. Januar 2026, dem Hochfest der Taufe des Herrn (Theophanie), zelebrierte Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche Moskauer Patriarchats, die Göttliche Liturgie des Heiligen Basilius des Großen und die Große Wasserweihe in der Auferstehungskathedrale in Berlin. Darüber berichtete die Diözese auf ihrer Webseite.

Bereits am Vorabend des Festes leitete Erzbischof Tichon die Vigil in der Kathedrale. Am Festtag selbst versammelten sich Klerus und Gläubige zur feierlichen Liturgie, bei der ihm mehrere Geistliche der Diözese konzelebrierten. Ein gemischter Chor unter der Leitung von Natalia Dumler gestaltete den Gottesdienst musikalisch.

Die Predigt hielt Protodiakon Archil Chkhikvadze. In seiner Ansprache deutete er die Taufe des Herrn als Offenbarung der Heiligen Dreifaltigkeit und als Beginn des öffentlichen Wirkens Christi. Die Epiphanie zeige Gott nicht als fernen Richter, sondern als den, der in die Wirklichkeit des menschlichen Lebens eintritt und die Schöpfung heiligt.

Besonders hob der Prediger die Bedeutung des Wassers hervor, das durch das Hinabsteigen Christi in den Jordan zum Träger göttlicher Gnade werde. Die Große Wasserweihe sei daher kein bloßer Brauch, sondern ein Ruf zur inneren Erneuerung. Zugleich erinnerte er an die eigene Taufe jedes Christen, die nicht als Formalität verstanden werden dürfe, sondern als lebenslanger Bund mit Gott und Verpflichtung zu einem glaubwürdigen christlichen Leben.

Nach dem Gebet nach der Kommunion vollzog Erzbischof Tichon die Große Wasserweihe. Anschließend gratulierte er den Gläubigen zum Fest der Heiligen Theophanie und richtete in einer bischöflichen Ansprache Worte des Segens und der Ermutigung an die Gemeinde.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Metropolit Irinej in einem Interview über Konsum, Moral und den Zerfall des Westens sprach.

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