„Christus ist die Sonne der Gerechtigkeit, Johannes ihr Morgenstern“
Patriarch Porfirije zelebriert die Göttliche Liturgie am Johannestag in der Kathedrale des Heiligen Erzengels Michael in Belgrad. Foto: Patriarchat
Am Johannestag, dem Fest des heiligen Johannes des Täufers und Vorläufers des Herrn, feierte der serbische Patriarch Porfirije am Dienstag, dem 20. Januar 2026, seine Slava mit einer Göttlichen Liturgie in der Kathedrale des Heiligen Erzengels Michael in Belgrad. Zahlreiche Hierarchen, Geistliche und Gläubige nahmen an dem Festgottesdienst teil, wie das Patriarchat auf seiner Webseite berichtete.
Der Liturgie stand Patriarch Porfirije als Primas der Serbisch-Orthodoxen Kirche vor. Mit ihm konzelebrierten mehrere Metropoliten und Bischöfe aus dem In- und Ausland. Nach der Evangelienlesung hielt Metropolit Arsenij von Niš die Predigt, in der er Johannes den Täufer als Wegbereiter Christi deutete. In Anlehnung an die kirchliche Hymnographie bezeichnete er Christus als „Sonne der Gerechtigkeit“ und Johannes als jenen „Morgenstern“, der sein Kommen ankündigt.
Im Mittelpunkt der Predigt stand die Bedeutung der Taufe. Metropolit Arsenij betonte unter Bezug auf die Kirchenväter, die Taufe sei „Grab und Auferstehung zugleich“, durch die der Mensch den alten, sündigen Menschen ablegt und „Christus selbst anzieht“. Während Johannes der Täufer zur Umkehr gerufen habe, eröffne Christus durch die Taufe die Annahme als Kinder Gottes. Taufe und Eucharistie seien bereits jetzt Vorabbilder des Reiches Gottes, das in der Person Jesu Christi in die Welt gekommen sei.
Zum Abschluss des Gottesdienstes richtete der Patriarch Worte des Segens und des Dankes an die versammelten Gläubigen und rief zu Gebet, geistlicher Erneuerung und zum würdigen Empfang der Heiligen Kommunion auf.
Im Anschluss empfing Patriarch Porfirije anlässlich seiner Slava hochrangige Gäste im Patriarchalpalast. Metropolit Joanikije von Montenegro und dem Küstenland überbrachte die Glückwünsche der Kirche und würdigte den Patriarchen als geistlichen Hirten, der – in der Nachfolge des heiligen Johannes des Täufers – das ihm anvertraute Volk zu Christus führt. An den Feierlichkeiten nahmen neben zahlreichen Hierarchen auch Vertreter des öffentlichen Lebens, der Diplomatie sowie Mitglieder des serbischen Königshauses teil.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Altvater Johannes von Buchhagen über zentrale Missverständnisse zur Orthodoxie, das Verhältnis von Kirche und persönlichem Glauben, die Bedeutung der Sakramente sowie über Ikonenverehrung sprach.
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