Griechische Medien: Orthodoxe Oberhäupter schweigen über Verfolgung der UOK
Zerstörter Tempel der UOK infolge der Kampfhandlungen in der Ukraine. Foto: offene Quellen
Am 19. Januar 2026 veröffentlichte der griechische Journalist Yannis Papanikolaou einen Artikel über die Situation rund um die UOK und wies darauf hin, dass die meisten Oberhäupter der lokalen orthodoxen Kirchen nicht öffentlich reagiert hätten. Der Artikel wurde auf der Webseite der orthodoxen Publikation Vima orthodoxias veröffentlicht.
In der Veröffentlichung wird festgestellt, dass vor dem Hintergrund der aktiven Diskussion über militärische und geopolitische Prozesse die Frage des Drucks auf die UOK von der weltweiten orthodoxen Führung nicht gebührend beachtet wird. Nach Angaben des Autors beschränken sich die Erklärungen der meisten Oberhäupter auf allgemeine Aufrufe zum Frieden, ohne konkrete Fakten über Verletzungen der Rechte der Gläubigen zu erwähnen.
Nach Angaben griechischer Medien wurde die Kirchenfrage in der Ukraine insbesondere nach 2024 als Element der „nationalen Sicherheit” in die staatliche Agenda aufgenommen. Die verabschiedeten Gesetzesbeschlüsse, darunter das Gesetz 3894-IX, bildeten die Grundlage für Maßnahmen der Behörden, die zu einer Einschränkung der Aktivitäten der UOK führten, jedoch wurden diese Schritte von einem Großteil der orthodoxen Primaten nicht bewertet.
Die Zeitung berichtet über Razzien in Kirchen und Klöstern, die Entlassung von Geistlichen und den Druck auf Gemeinden, ihre Konfessionszugehörigkeit zu ändern. Trotz der eingehenden Informationen und Beschwerden von Gläubigen ziehen es die meisten Oberhäupter der Kirche, wie in dem Artikel betont wird, vor, sich öffentlich nicht zu diesen Vorfällen zu äußern.
Besonders erwähnt wird die Situation rund um die Lawra von Kiew-Petschersk, wo die Klostergemeinschaft mit Räumungsforderungen und Zugangsbeschränkungen konfrontiert war. Doch auch dieser Aufsehen erregende Vorfall war nach Einschätzung des Autors für die meisten Oberhäupter der Ortskirchen kein Anlass, klar und öffentlich Position zu beziehen.
Abschließend wird in der Veröffentlichung festgestellt, dass das anhaltende Schweigen der orthodoxen Oberhäupter einen gefährlichen Präzedenzfall schafft, bei dem der Druck des Staates auf die kanonische Kirche trotz der erklärten Verpflichtung zu den Grundsätzen der Religionsfreiheit ohne eine Reaktion der gesamten Kirche bleibt.
Zuvor hatte die UOJ berichtet, dass Dumenko dem deutschen Botschafter versichert habe, dass es keine Verfolgung der UOK gebe.
Lesen Sie auch
Serbische Kirche bekräftigte Solidarität mit Familien vermisster Kosovo-Opfer
Diakon Vladimir Mihajlović aus der serbisch-orthodoxen Diözese Schweiz rief in Belgrad zu Wahrheit, Gerechtigkeit und dem Gedenken an die Vermissten auf
„Marsch fürs Läbe“ beharrt auf Zürcher Innenstadt als Kundgebungsort
Organisatoren legen Rechtsmittel gegen geplante Verlegung nach Oerlikon ein und verweisen auf das Demonstrationsrecht
Bischof Johannes von Branitsa: „Nur wer Buße sucht, nimmt Christus als Retter an“
Der Geistliche rief bei der Festliturgie zur Geburt Johannes des Täufers zur Umkehr und zum Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit auf
Priester Arsenije Jovanović: „Wo ist unser Schatz und wo ist unser Herz?“
Serbisch-orthodoxer Prediger rief in Ulm dazu auf, das Reich Gottes über materiellen Wohlstand zu stellen und auf Gottes Vorsehung zu vertrauen
Erste orthodoxe Liturgie nahe der historischen Glastonbury Abbey gefeiert
Gläubige der Warminster-Mission und aus Glastonbury versammelten sich zum Gottesdienst mit Hieromönch Mark (Underwood) aus Cardiff
Selenskij: Wir haben mit der Schweiz die Wiederherstellung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale vereinbart
Die Schweiz wird die Restaurierung der Mariä-Entschlafens-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters finanzieren.