Priester Dragiša Jerkić rief in München zu Buße und Umkehr auf

Priester Dr. Dragiša Jerkić predigte in München. Archivfoto: Gemeinde

Am Sonntag vor Theophanie, dem 18. Januar 2026, predigte Priester Dr. Dragiša Jerkić in der serbisch-orthodoxen Gemeinde im Münchener Kirchenzentrum. Er stellte die zentrale Botschaft der Hochfeste – von Weihnachten über die Beschneidung bis zur Taufe des Herrn – in den Kontext von Gottes Kommen, Frieden und menschlicher Umkehr. Darüber berichtete die Eparchie auf ihrer Webseite.

In seiner Predigt erinnerte Priester Dr. Dragiša Jerkić daran, dass die Hochfeste die Offenbarung göttlicher Wahrheit in der Geschichte markieren. Durch Gesang, Licht, Tanz und gemeinsames Mahl erfahren die Gläubigen Freude und Einheit. Das Kommen Gottes als Kind in Bethlehem zeige, dass wahrer Frieden nicht in Macht, Reichtum oder weltlichem Streben zu finden sei, sondern in der Bescheidenheit und Nähe zu Gott.

Der Geistliche betonte, dass jeder Mensch von Gott berufen sei, Teil des Erlösungswerks zu werden. Die biblischen Figuren – Maria, Josef, Simeon und Johannes der Täufer – seien Beispiele für die Vorbereitung der Menschheit auf die Ankunft des Erlösers. Die Predigt hob besonders die Rolle der Buße hervor: Sie sei eine bewusste, geistige und praktische Umkehr, die das Ego überwinde, zur Demut führe und den Menschen zu wahrer Veränderung und Heilung befähige.

Abschließend rief der Priester die Gläubigen auf, dem Ruf Gottes zu folgen, sich zu öffnen, einander zuzuhören und die Botschaft Christi in Taten der Liebe und des Friedens zu leben. Nur so könne die Gegenwart Gottes, der Sohn des Vaters, in der Welt erfahrbar werden.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Altvater Johannes von Buchhagen über zentrale Missverständnisse zur Orthodoxie, das Verhältnis von Kirche und persönlichem Glauben, die Bedeutung der Sakramente sowie über Ikonenverehrung sprach.

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