Neue Äbtissin im serbisch-orthodoxen Kloster Neu-Marcha in den USA ernannt
Bischof Irinej überreicht Mutter Paraskeva bei ihrer Amtseinführung im serbisch-orthodoxen Kloster Neu-Marcha den Abtsstab. Foto: easterndiocese.org
Während der Weihnachtszeit wurde im serbisch-orthodoxen Kloster der Synaxis des Heiligen Erzengels Gabriel (Neu-Marcha) in den USA eine neue Äbtissin eingesetzt. Mutter Paraskeva (Milosavljević) wurde am 8. Januar 2026 von Bischof Irinej von Washington–New York und Ostamerika offiziell in ihr Amt eingeführt, wie das orthodoxe Nachrichtenportal orthochristian.com am 20. Januar berichtete.
Die feierliche Amtseinführung fand im Beisein zahlreicher Geistlicher des serbisch-orthodoxen Dekanats Cleveland sowie von Vertretern anderer orthodoxer Jurisdiktionen statt, wie die Diözese mitteilte. Im Anschluss an die Göttliche Liturgie überreichte Bischof Irinej der neuen Äbtissin die Insignien ihres Amtes – das Brustkreuz und den Abtsstab.
In seiner geistlichen Ansprache ermahnte der Bischof Mutter Paraskeva, die ihr anvertraute Gemeinschaft „nach dem Gebot des Obersten Hirten, unseres Herrn Jesus Christus“, zu führen und die „vernunftbegabten Schafe der Herde Christi“ sorgsam zu hüten. Die Einsetzung erfolgte wenige Wochen nach der Ankunft der neuen Äbtissin im Kloster am 12. Dezember, dem Fest des Heiligen Mardarije von Libertyville.
Das Kloster Neu-Marcha in Richfield, Ohio, wurde 1975 gegründet und ist der Synaxis des Heiligen Erzengels Gabriel geweiht. Mutter Paraskeva bringt langjährige Erfahrung im klösterlichen Leben, besondere musikalische Begabungen im Kirchengesang sowie fließende Englischkenntnisse mit, die insbesondere im diözesanen und missionarischen Kontext der USA von Bedeutung sind.
In ihren Dankesworten erinnerte Mutter Paraskeva an ihre geistliche Prägung unter dem verstorbenen Metropoliten Amfilohije von Montenegro und dem Küstengebiet sowie unter dessen Nachfolger Metropolit Joanikije. Sie bezeichnete ihre Ernennung als „Kreuz und zugleich Ruf zu tieferer Hingabe an Gott“ und hob die Bedeutung von Diaspora-Klöstern als Orte des Trostes, der Begegnung und der Bewahrung der kirchlichen Tradition des Heiligen Sava, der Sprache und Kultur hervor.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Altvater Johannes von Buchhagen über zentrale Missverständnisse zur Orthodoxie, das Verhältnis von Kirche und persönlichem Glauben, die Bedeutung der Sakramente sowie über Ikonenverehrung sprach.
Lesen Sie auch
Georgische Kirche gab Termin für Wahl des neuen Patriarchen bekannt
In Tiflis hat die Georgische Orthodoxe Kirche den Wahltermin für den neuen Katholikos-Patriarchen veröffentlicht und drei Kandidaten benannt.
Patriarch Theodor II. besuchte Bau- und Restaurierungsprojekte in Ägypten
In Ägypten hat Patriarch Theodor II. von Alexandria mehrere Bau- und Restaurierungsprojekte des Alexandrinischen Patriarchats besucht.
Jubiläumskonferenz der ROKA in München feierlich eröffnet
Auftaktveranstaltung im Schloss Blutenburg würdigte 100 Jahre Deutsche Diözese
Russische Auslandskirche gibt Einzelheiten zur Heiligsprechung von Seraphim Rose bekannt
Bischof Irenei von London und Westeuropa sprach in einem Interview über den Beschluss des Bischofssynods, die kirchliche Heiligsprechung des Hieromonchs Seraphim Rose vorzubereiten.
Bulgarisch-orthodoxe Gemeinde in Zürich feierte Patronatsfest des heiligen Georg
In Zürich hat die bulgarisch-orthodoxe Gemeinde in der Kirche Maria-Hilf ihr Patronatsfest zu Ehren des heiligen Georg gefeiert.
Rolle der Frau in der Orthodoxie: Zwischen Würde, Tradition und Missverständnissen
Hamburger Gemeinde veröffentlicht neue Folge von „Frag den Priester“ über Frauenbild und Eheverständnis