Diakon Igor Willimowski: „Mit unserer Taufe beginnt der Weg zur Errettung“
Diakon Igor Willimowski bei seiner Predigt in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche in Krefeld. Foto: Screenshot YouTube
Am Hochfest der Theophanie, dem 19. Januar 2026, predigte Diakon Igor Willimowski in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche zu Krefeld (ROK) über die Erscheinung Gottes in der Taufe Jesu Christi und deren Bedeutung für die Errettung des Menschen. Die Gemeinde veröffentlichte die Ansprache auf ihrem YouTube-Kanal.
In seiner Predigt stellte Diakon Igor Willimowski das Hochfest der Theophanie als zentrales Ereignis der Heilsgeschichte heraus. Mit der Taufe Jesu im Jordan, wie in Mt 3,13-17 beschrieben, beginne Christus im Alter von 30 Jahren sein öffentliches Wirken. Dabei habe er sich nicht über die Gebote und Traditionen des Alten Testaments hinweggesetzt, sondern diese erfüllt. Die Theophanie markiere den Beginn des Weges, den Christus für die Rettung der Menschen bereitet habe.
Ausgehend von der Apostellesung aus dem Titusbrief (2,11-14 und 3,4-7) betonte der Diakon, dass mit der Erscheinung Gottes die heilbringende Gnade allen Menschen offenbart worden sei. Diese Gnade unterweise die Gläubigen zu einem besonnenen, gerechten und gottesfürchtigen Leben und richte den Blick auf die Hoffnung der kommenden Herrlichkeit Christi. Mit der eigenen Taufe beginne für jeden Christen der persönliche Weg der Erneuerung und der Hinwendung zu Gott.
Der Geistliche unterstrich die besondere Bedeutung der Theophanie im Kirchenjahr, die nur vom Osterfest übertroffen werde. Während an Weihnachten Gott als Mensch in der Niedrigkeit eines Kindes erscheine, offenbare sich bei der Theophanie die volle Göttlichkeit Christi. Zugleich werde Gott als Dreifaltigkeit sichtbar: in Christus als dem Getauften, im Heiligen Geist in Gestalt der Taube und in der Stimme des Vaters, die Jesus als geliebten Sohn bezeuge.
Abschließend erläuterte der Prediger den Sinn der Taufe Christi, die sich grundlegend von der Bußtaufe des Johannes unterscheide. Christus, der ohne Sünde sei, habe das Wasser des Jordans geheiligt und damit die Grundlage für die bis heute in der Orthodoxen Kirche gefeierte Große Wasserweihe gelegt. Mit ihr werde nicht nur das Wasser, sondern die gesamte Schöpfung erneuert. Diese Erneuerung sei ein freudiger Beginn des Weges des Menschen zu Gott und somit zur Errettung.
Die UOJ berichtete zuvor, dass die Ikone der Dreihändigen Gottesgebärerin aus dem Kloster Hilandar in Wien eingetroffen ist.
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