Der Patriarch von Jerusalem betonte seine Rolle als Friedensbotschafter
Patriarch Theophilos. Foto: Orthodox Times
Am 13. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass der Patriarch von Jerusalem, Theophilos III., die Hoffnung geäußert hat, dass der jüngste Waffenstillstand zwischen Israel und der Hamas zu einem Schritt auf dem Weg zu einem endgültigen und dauerhaften Frieden werden könne. Die Erklärung erfolgte bei dem traditionellen Weihnachts- und Neujahrsempfang von Israels Präsident Isaac Herzog, an dem Vertreter aller christlichen Gemeinschaften des Heiligen Landes teilnahmen. Darüber berichtete Orthodox Times.
In seinen Ausführungen verband der Patriarch das Gebet der Kirchen für den Waffenstillstand mit dem konkreten Handeln der Christen im Heiligen Land. Man bete, dass die Feuerpause dazu beitrage, die tiefen Wunden zu heilen, die der Krieg im Gazastreifen und die Ereignisse des 7. Oktober geschlagen haben. Parallel dazu sicherten christliche Gemeinden und Einrichtungen weiterhin die humanitäre Versorgung aller Bedürftigen, mit besonderem Augenmerk auf vulnerable Personengruppen. Ein bewegendes Beispiel dafür sei die fortlaufende Behandlung krebskranker Kinder aus Gaza im Jerusalemer Augusta-Victoria-Krankenhaus, die die lebensrettende Notwendigkeit einer ununterbrochenen medizinischen Hilfe unterstreiche.
Patriarch Theophilos III. verwies zudem auf die Lage in anderen palästinensischen Gebieten und mahnte, die wachsenden Probleme der lokalen Gemeinden müssten stärker beachtet werden. Besonders die zunehmende Feindseligkeit radikaler Gruppen im Westjordanland und in Jerusalem sei eine reale Gefahr, ebenso wie die Bedrohung durch Kriminalität und Gewalt in Nordisrael. Abschließend versicherte der Patriarch, die Kirchen würden weiterhin als Boten des Friedens und der Versöhnung wirken und sich entschlossen gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit einsetzen. Präsident Herzog äußerte seinerseits Besorgnis über die Abwanderung junger christlicher Familien und betonte, Christen müssten sich in Israel willkommen und sicher fühlen.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass der Primas von Albanien Gespräche mit der EU in Brüssel führte.
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