„Christus erleuchtet die gesamte Schöpfung und gibt ihr Sinn“

Patriarch Daniel predigte in der St.-Georgs-Kapelle der Patriarchalresidenz in Bukarest. Foto: Patriarchat

Patriarch Daniel predigte in der St.-Georgs-Kapelle der Patriarchalresidenz in Bukarest. Foto: Patriarchat

Der rumänisch-orthodoxe Patriarch Daniel hat am 11. Januar 2026 die Verkündigung Jesu Christi als Offenbarung des „großen Lichts“ ausgelegt, das der gesamten Schöpfung Sinn verleiht. Ausgangspunkt seiner Predigt war das Matthäusevangelium, in dem der Evangelist den Beginn des öffentlichen Wirkens Christi beschreibt. Darüber berichtete das Patriarchat auf seiner Webseite.

„Das Volk, das im Finstern saß, hat ein großes Licht gesehen; und denen, die im Land und Schatten des Todes saßen, ist ein Licht aufgegangen“ (Mt 4,16) – mit diesen Worten fasst der Evangelist Matthäus nach der Auslegung Patriarch Daniels das Wesen der Sendung Christi zusammen. Dieses „große Licht“ sei die Fülle der Offenbarung Gottes in seinem menschgewordenen Sohn Jesus Christus.

Patriarch Daniel erläuterte in seiner Sonntagspredigt in der Patriachalresidenz, dass die alttestamentlichen Propheten eine schrittweise, zunehmende Offenbarung Gottes verkündeten, die in Christus ihre Vollendung finde. Als ewiger Sohn Gottes habe Christus nicht nur das sichtbare Licht der Welt geschaffen, sondern erleuchte als ungeschaffenes Licht die gesamte geschaffene Wirklichkeit und verleihe ihr ihren höchsten Sinn.

Den in der Prophezeiung genannten „Schatten des Todes“ deutete Patriarch Daniel als Zustand der Sünde, der Entfremdung von Gott sowie der religiösen Verwirrung und des moralischen Verfalls der vorchristlichen Welt. Christus überwinde diesen Zustand, indem er selbst das Licht sei, das die Finsternis vertreibe.

In diesem Zusammenhang erklärte der Patriarch auch die Verkündigung des Himmelreichs. Dieses Reich sei nahe, weil es in der Person Jesu Christi selbst gegenwärtig sei. Wo Christus gegenwärtig ist, so Patriarch Daniel, dort seien auch Gott der Vater und der Heilige Geist gegenwärtig.

Abschließend widmete sich der Patriarch der Umkehr als einem stillen, inneren und geistlichen Prozess. Taufe und Beichte bezeichnete er als Quellen der Erneuerung und der Erleuchtung, durch die das bei der Taufe empfangene Licht der Gnade im Leben des Christen wachsen könne.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der rumänische Patriarch Daniel zum Jahreswechsel über Zeit und Ewigkeit reflektierte.

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