Griechisch-orthodoxe Bischöfe verurteilten EU-Abtreibungsfonds

Darstellung von Embryonen. Foto: kath.net

Darstellung von Embryonen. Foto: kath.net

Am 11. Dezember 2026 erschien die Nachricht, dass die Leitung der griechisch-orthodoxen Kirche deutliche Kritik an einem Vorstoß auf europäischer Ebene geäußert hat, der eine finanzielle Unterstützung von Abtreibungen ermöglichen soll. Die Bischöfe sehen darin einen schwerwiegenden Bruch mit grundlegenden ethischen Maßstäben und warnen davor, den Schutz des ungeborenen Lebens politisch zur Disposition zu stellen. Darüber berichtete kath.net.

Anlass der Stellungnahme ist eine Entscheidung des Europäischen Parlaments aus dem Dezember, mit der eine Bürgerinitiative befürwortet wurde. Diese Initiative zielt darauf ab, einen EU-Fonds einzurichten, über den Abtreibungen auch grenzüberschreitend finanziert werden könnten. Nach den Plänen sollen unter anderem Kosten für Reisen in andere Mitgliedstaaten übernommen werden, wenn entsprechende Eingriffe im Heimatland rechtlich oder praktisch eingeschränkt sind. Aus Sicht der Bischöfe folgt dieses Konzept einer ideologischen Logik, die das menschliche Leben entwerte.

Zugleich verbinden die Kirchenvertreter ihre Kritik mit einem Appell mit Blick auf die Zukunft Europas. Wer den Lebensschutz aufgebe, trage nach ihrer Überzeugung auch Verantwortung für einen fortschreitenden demografischen Niedergang. Der entsprechende Vorschlag der Europäischen Kommission soll im Frühjahr zur weiteren Prüfung vorgelegt werden und dürfte die ethische Debatte innerhalb der EU weiter verschärfen.

Zuvor hat die UOJ berichtet, dass eine Frauenorganisation mit der Herstellung von Abtreibungspillen begonnen hat.

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