Hilfswerk missio forderte klare Worte von Merz in Indien

Pfarrer Dirk Bingener, Präsident von missio Aachen, fordert von Kanzler Merz deutliche Worte zu Religionsfreiheit und Menschenrechten bei seinem Indien-Besuch. Foto: missio

Vor dem Indien-Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mahnt das katholische Hilfswerk missio Aachen, neben Wirtschafts- und Sicherheitsfragen auch die Lage religiöser Minderheiten anzusprechen. Insbesondere Christen und Muslime litten unter Diskriminierung und Gewalt. Darüber berichtete das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 10. Januar 2026.

Missio Aachen forderte Merz auf, sich bei Gesprächen mit Premierminister Narendra Modi für einen besseren Schutz von Christen, Muslimen und anderen Minderheiten einzusetzen. Diese seien seit Jahren zunehmender hindunationalistischer Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Religionsfreiheit sei ein unveräußerliches Menschenrecht und müsse auch in strategischen Partnerschaften klar benannt werden, betonte missio-Präsident Dirk Bingener.

Der Kanzler brach am Sonntag zu einer bis Dienstag dauernden Reise nach Indien auf. Stationen sind zunächst Ahmedabad im Bundesstaat Gujarat, dem Heimatstaat Modis, sowie anschließend das Wirtschaftszentrum Bangalore. Thematisch stehen wirtschaftliche Zusammenarbeit, Sicherheits- und Rüstungskooperationen sowie die Anwerbung von Fachkräften im Mittelpunkt.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Austausch über Migration und Bildung. Derzeit arbeiten rund 170.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus Indien in Deutschland, zudem studieren etwa 60.000 Inderinnen und Inder hierzulande – sie stellen die größte Gruppe ausländischer Studierender.

Kritik äußerte missio auch an der restriktiven Visavergabepraxis Indiens gegenüber kirchlichen Organisationen und Medien aus Deutschland. Diese erschwere Besuche bei Partnern vor Ort erheblich.

Die UOJ berichtete zuvor, dass der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill in seinem traditionellen Weihnachtsinterview über Russland, Familie, Glaube und die Spannungen mit dem Westen sprach.

Lesen Sie auch

Griechisch-orthodoxe Bischöfe verurteilten EU-Abtreibungsfonds

In ihrer Erklärung warnten sie vor einer Abwertung des menschlichen Lebens und einer ideologischen Agenda.

„Es genügt nicht, dass wir getauft wurden und uns orthodoxe Christen nennen“

Der serbische Patriarch Porfirije predigte über gelebten Glauben und legte die Maßstäbe fest

Hilfswerk missio forderte klare Worte von Merz in Indien

Religionsfreiheit und Minderheitenschutz sollen Teil der Gespräche mit Premier Modi werden

Katholische Verbände forderten Erhalt beitragsfreier Familienversicherung

Familienbund der Katholiken und BKU warnen vor Mehrbelastungen für Familien und fordern Strukturreformen statt höherer Beiträge

Christi Geburt in der Synodalkathedrale des Zeichens in New York gefeiert

Festliche Gottesdienste der Russischen Orthodoxen Kirche im Ausland unter Leitung von Metropolit Nikolaj

Rumänien: Große Anteilnahme nach tragischem Unfall am Theophanietag

Priesterfamilie Cozma von Unglück erschüttert – 14-jähriger Sohn Matei stirbt