Photisis TV veröffentlichte ein neues Video über das orthodoxe Gebet

Nachgesprochene Dialoge mit Heiligen und atmosphärische Musik laden in der neuen Photisis-TV-Sendung zu Gebet und Kontemplation ein. Foto: Screenshot YouTube

Der orthodoxe Medienkanal Photisis TV hat am 10. Januar 2026 auf seinem YouTube-Kanal ein neues Video veröffentlicht: In einer fiktiven Radiosendung werden nachgesprochene Frage-Antwort-Gespräche mit Heiligen präsentiert, die auf authentischen Texten und geistlichen Quellen basieren. Die Macher wollen auf diesem Weg orthodoxe Lehren über Gebet, Demut und geistliche Praxis einem modernen Publikum zugänglich machen.

Die knapp 20-minütige Sendung, die ein Mann während einer Autofahrt hört, eröffnet mit einer Hörerin, die den heiligen Paisios nach dem Wesen des Gebets fragt. Paisios erläutert, dass Gebet ein lebendiges Gespräch mit Gott sei, das sowohl Lobpreis als auch Fürbitte umfasst und die Sorge um andere einschließt. Er betont Demut und Aufrichtigkeit als Grundvoraussetzungen eines reinen Gebetslebens.

Im Anschluss wird eine Lesung aus den „Worten der Wüstenväter“ präsentiert. Darin wird die Geschichte des Mönchs Abba Agathon erzählt, der trotz übler Nachrede seine innere Freiheit bewahrt. Die Episode vermittelt eine zentrale Lektion: Menschen sollen sich nicht vom Urteil der Welt definieren lassen, sondern ihre Seele durch Demut und Selbstverleugnung stärken.

Eine weitere Anruferin richtet ihre Frage an den Ältesten Ephraim von Arizona über die Erlangung der Gabe des unaufhörlichen Gebets. Ephraim betont Geduld, Ausdauer und Demut und beschreibt das Gebet als eine geistliche Praxis, die durch gegenseitige Unterstützung und ständiges Üben wächst.

Zum Abschluss spricht der heilige Seraphim von Sarow über die transformative Kraft des Gebets: Wer beständig betet, erkennt, dass Gott immer antwortet. Das Video wird von byzantinisch inspirierten Klängen und leichtem Kurzwellenrauschen begleitet, die die Zuschauer zu innerer Sammlung und Meditation einladen.

Mit dem Video verfolgt Photisis TV das Ziel, die geistliche Tiefe der orthodoxen Tradition in einer ruhigen, zeitgemäßen Medienform erfahrbar zu machen und die Zuschauer zu persönlichem Gebet, innerer Sammlung und geistlicher Reflexion anzuregen.



Die UOJ berichtete zuvor, dass der russisch-orthodoxe Patriarch Kyrill in seinem traditionellen Weihnachtsinterview über Russland, Familie, Glaube und die Spannungen mit dem Westen sprach.

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