Zentralrat der Juden fordert strengere Gesetze gegen Antisemitismus
Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland. Foto: Jüdische Allgemeine
Am 09. Januar 2026 erschien die Nachricht, dass Angesichts stark zunehmender antisemitischer Vorfälle der Zentralrat der Juden in Deutschland ein entschlosseneres Vorgehen des Rechtsstaats forderte. Zentralratspräsident Josef Schuster erklärte am Rande der Winterklausur der CSU-Landesgruppe im Kloster Seeon, dass offen zur Schau gestellte Sympathien für antisemitische Gewalt und Terrororganisationen bislang zu oft ohne rechtliche Konsequenzen blieben. Das sei angesichts der aktuellen Lage nicht hinnehmbar. Darüber berichtete die Jüdische Allgemeine.
Konkret plädiert der Zentralrat dafür, öffentliche Unterstützung terroristischer Vereinigungen strafbar zu machen. Bislang erfasse das Strafrecht vor allem das Anwerben von Mitgliedern oder Unterstützern. Zudem müsse der Straftatbestand der Volksverhetzung überarbeitet werden. Hass und Hetze sollten unabhängig davon verfolgt werden können, ob sie sich gegen in Deutschland lebende Gruppen oder gegen ausländische Staatsangehörige richten.
Schuster warnte zudem vor einer zunehmenden Verschleierung antisemitischer Inhalte als vermeintliche Israelkritik. Nach seiner Einschätzung nutzen Täter gezielt rechtliche Grauzonen aus, indem sie sich sprachlich auf „Israelis“ statt auf „Juden“ beziehen. Der anhaltende Anstieg antisemitischer Übergriffe zeige, dass Schutzmaßnahmen allein nicht ausreichten. Notwendig seien klare gesetzliche Regelungen, um Hass, Gewaltaufrufe und die Leugnung des Existenzrechts von Staaten wirksam zu ahnden.
Zuvor hat die UOJ berichtet, dass in Wien in der Nähe von zwei Synagogen eine Granate gefunden wurde.
Lesen Sie auch
„Fasten ist keine Diät“ – Metropolit Pimen über Sinn und Praxis der Fastenzeit
Der europäische Metropolit der Mazedonischen Orthodoxen Kirche erklärt spirituelle Bedeutung, Regeln und seelsorgerische Flexibilität des orthodoxen Fastens
Deutsches McDonald’s entfernt zu Ramadan Essen aus Werbung bis Sonnenuntergang
In Deutschland verdeckt die Fastfood-Kette während des muslimischen Fastenmonats Bilder von Speisen in ihrer Werbung tagsüber und zeigt sie erst abends.
Wiederaufbau der Kirche im Geburtsort von Erzpriester Seraphim Slobodskoi
Artikel des Archivars Anatoly W. Kinstler erinnert an Münchner Priester und Autor des Standardwerks „Das Gesetz Gottes“
Katechese-Wochenende in der rumänisch-orthodoxen Gemeinde Hamburg
Coliva, Bastelstunde und musikalischer Gruß zum 1. März prägten ein Gemeindewochenende zum Ferienbeginn in der Gemeinde Heiliger Johannes der Täufer
Metropolit Nikolaj leitete Liturgie und Ritus des Orthodoxie-Sonntags
Feier in der Synodalresidenz der Russischen Auslandskirche in New York
Vatikan warnte vor Transhumanismus als Widerspruch zum christlichen Menschenbild
Theologenkommission sieht in technischen Visionen der Überwindung von Krankheit, Alter und Tod eine Gefährdung der christlichen Anthropologie