Patriarch Porfirije rief in Banja Luka zu Frieden und Respekt auf

Patriarch Porfirije bei seiner Ansprache in Banja Luka: Mit Verweis auf den heiligen Stephanus rief er dazu auf, Hass durch Vergebung zu überwinden und Frieden als christlichen Auftrag zu leben. Foto: Patriarchat
Der serbisch-orthodoxe Patriarch Porfirije hat am 8. Januar 2026 in Banja Luka, Bosnien und Herzegowina, zu Versöhnung, Ablehnung von Hass und Gewalt sowie zu einem friedlichen Zusammenleben der Völker und Religionen aufgerufen. Bei einer feierlichen Akademie anlässlich des Tages der Republika Srpska und der Slava des heiligen Erzdiakons Stephanus betonte er die Verantwortung aller für eine friedliche Zukunft. Darüber berichtete das serbische Patriarchat auf seiner Webseite.
In seiner Ansprache hob Patriarch Porfirije die geistliche Bedeutung des Weihnachtsfestes und des heiligen Stephanus hervor, der als erster Märtyrer der Kirche für Glauben, Hoffnung und Liebe stehe. Am Beispiel des Heiligen, der seinen Peinigern vergab, erinnerte er daran, dass christlicher Glaube nicht mit Hass, sondern mit Vergebung und Vertrauen auf Gott antworte. Wahre Stärke zeige sich nicht in Macht, sondern im Festhalten an Gottes Liebe, auch in Zeiten von Leid und Ungerechtigkeit.
Mit Blick auf Geschichte und Gegenwart sprach der Patriarch über das Leid, aber auch die Standhaftigkeit von Banja Luka und des serbischen Volkes. Trotz Zerstörung, Verlusten und Prüfungen seien Glaube und Hoffnung bewahrt worden. Ohne Gott, so Porfirije, gebe es weder echten Frieden noch wahre Freude. Grundlage für inneren und gesellschaftlichen Frieden sei die Orientierung am Evangelium und die Überwindung von Spaltungen im eigenen Volk.
Besonders eindringlich wandte sich der Patriarch an die Nachbarn anderer Nationen und Religionen sowie an junge Menschen. Für eine „ehrenhafte und bessere Zukunft“ müssten Hass und jede Form von Gewalt entschieden zurückgewiesen werden. Stattdessen forderte er Offenheit für gegenseitigen Respekt und ein Leben in Frieden. An die Jugend appellierte er, Hass nicht zum Teil der eigenen Identität werden zu lassen, sondern das Böse durch das Gute zu überwinden.
Die UOJ berichtete zuvor, dass Metropolit Grigorije in Berlin in seiner Predigt zum Fest der Geburt des Herrn Gottes Nähe zum Menschen betonte.
Lesen Sie auch
Kölner orthodoxe Jugendliche pilgerten mit dem Fahrrad zum Troodelöh
Jugendliche der ROKA-Gemeinde beteten mit Unterstützung der Bikergruppe „Wächter des Gedenkens“ für Köln und den Weltfrieden.
Soldaten und Freiwillige restaurierten eine Gipfelkapelle in Griechenland
Militäringenieure und Bergsteiger sicherten die historische Eliaskapelle auf 2400 Metern Höhe vor dem Winter.
Angriff auf Karfreitagsprozession in Duisburg – Gemeinde sucht Zeugen
Teilnehmer bei ökumenischer Prozession in Meiderich leicht am Kopf verletzt – Staatsschutz ermittelt nach Vorfall am 10. April 2026.
Diakon Igor Willimowski: Ikonen bezeugen die Menschwerdung Christi
Predigt zum Gedächtnis der Väter des 7. Ökumenischen Konzils in der russisch-orthodoxen St.-Barbara-Kirche in Krefeld.
Fromme Sängerin lehnte „Ave Maria“ bei „The Voice of Germany“ ab
Schweizer Kandidatin Jessica Paulo wollte kein Mariengebet singen – Kritik von Coach Nico Santos am Streit über den Glauben.
Russisch-orthodoxe Gemeinde in Wales erwarb eigenes Kirchengebäude
Pfarrei der Kasaner Ikone der ROKA in Cardiff schloss Kauf einer ehemaligen Methodistenkirche ab – Umbau zum orthodoxen Tempel geplant.