Zahl orthodoxer Kirchen in Frankreich wächst dynamisch
Immer mehr orthodoxe Gläubige prägen das religiöse Leben in Frankreich – besonders durch wachsende Gemeinden der rumänisch-orthodoxen Kirche. Foto: freepik.com
Die Orthodoxie in Frankreich widersetzt sich dem allgemeinen Säkularisierungstrend. Eine neue Studie zeigt, dass die Zahl der Kirchen, Geistlichen und Gemeinden seit 2010 deutlich gestiegen ist – getragen vor allem durch Migration und wachsende Nutzung der französischen Sprache, wie das katholische Nachrichtenportal domradio.de am 9. Januar 2026 berichtete.
Zwischen 2010 und 2024 ist die Zahl der orthodoxen Kirchenstandorte in Frankreich um 36 Prozent von 235 auf 320 gewachsen. Das geht aus einer Studie auf Basis von Daten der Versammlung der orthodoxen Bischöfe Frankreichs hervor. Auch die Zahl der Geistlichen nahm deutlich zu: insgesamt um 40 Prozent auf 406, darunter ein Plus von 37 Prozent bei Priestern und 57 Prozent bei Diakonen.
Als zentraler Wachstumsmotor gilt die Zuwanderung orthodoxer Rumänen nach dem EU-Beitritt Rumäniens 2007. Die rumänische Jurisdiktion stellt inzwischen 37,5 Prozent aller orthodoxen Strukturen im Land. Ihre Zahl an Gotteshäusern verdoppelte sich nahezu von 62 auf 120. Zudem betreibt die Rumänische Orthodoxe Kirche 12 der 28 orthodoxen Klöster in Frankreich.
Zuwächse verzeichneten auch andere Jurisdiktionen: Die Georgische Orthodoxe Kirche wuchs von einem auf vier Standorte, die Russische Orthodoxe Kirche außerhalb Russlands um 29 Prozent, die Serbische um 20 Prozent und die Bulgarische um 33 Prozent. Rückläufig ist hingegen die griechische Metropolie des Patriarchats von Konstantinopel (minus sieben Prozent), was die Studie mit Alterung und Assimilation früherer Einwanderergenerationen erklärt.
Parallel zur demografischen Entwicklung nimmt die Nutzung des Französischen zu. Die Zahl frankophoner Gemeinden stieg um 52 Prozent auf 140; 2024 waren 44 Prozent der Gemeinden französischsprachig. Insgesamt nutzen 81 Prozent Französisch zumindest als Zweitsprache. Die Studie schätzt die Zahl der orthodoxen Gläubigen in Frankreich für 2025 auf rund 700.000 – ein deutlicher Kontrast zum Mitgliederschwund bei katholischen und protestantischen Kirchen.
Die UOJ berichtete zuvor, dass der serbische Patriarch Porfirije die Familie als ersten Ort des Friedens würdigte.
Lesen Sie auch
Photisis TV veröffentlichte ein neues Video über das orthodoxe Gebet
Zeitlose Lehren der Heiligen in nachgesprochenen Dialogen werden in einer kontemplativen Radiosendung präsentiert.
Patriarch Kyrill: „Moral wird unter dem Deckmantel der Freiheit zerstört“
Im TV-Weihnachtsinterview sprach der Patriarch über Russland, Familie, Glaube und die Spannungen mit dem Westen
Papst Leo XIV. forderte einen konsequenteren Schutz des Lebens
Er kritisierte Abtreibungen, Leihmutterschaft und Sterbehilfe als Verletzungen der Menschenwürde und forderte die Staaten auf, stattdessen Familien zu unterstützen.
In Würzburg erhielt die äthiopisch-orthodoxe Gemeinde ein neues Gotteshaus
Die kleine Gemeinde des Heiligen Geistes übergab die Kirche an die wachsende äthiopische Gemeinde des Heiligen Markus.
Im Iran wurden bei Protesten Moscheen in Brand gesteckt
Die Brandstiftungen sind Ausdruck der wachsenden Unzufriedenheit mit der islamistischen Herrschaft nach 46 Jahren.
Erzpriester Ilja Chirin forderte zur Nachfolge des Erstmärtyrers Stephan auf
Göttliche Liturgie in der Berliner Auferstehungskathedrale am Fest des heiligen Stephan