Erzbischof Tichon: Menschwerdung Christi als Hoffnung für die Welt

Erzbischof Tichon von Rusa richtete sich mit einem Hirtenwort an Klerus und Gläubige. Foto: Archiv

In seiner Weihnachtsbotschaft an Klerus, Ordensleute und Laien hat Erzbischof Tichon von Rusa, Administrator der Diözese Berlin und Deutschland der Russischen Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat), die Geburt Jesu Christi als das einmalige und zentrale Ereignis der Menschheitsgeschichte hervorgehoben. Das Fest der Geburt Christi bilde das Fundament des christlichen Glaubens und offenbare Gottes Liebe zum Menschen in unvergleichlicher Weise. Die Diözese veröffentlichte den vollständigen Text am 5. Januar 2026 auf ihrer Webseite.

Der Erzbischof betonte, dass Gott in der Menschwerdung freiwillig Niedrigkeit und Armut auf sich genommen habe, um dem Menschen nahe zu sein. Dieses Geheimnis sei nicht nur für den menschlichen Verstand, sondern selbst für die himmlischen Mächte unbegreiflich. Zugleich erinnerte Erzbischof Tichon daran, dass die Menschheit ohne das Kommen Christi geistlich orientierungslos geblieben wäre, gefangen in Ungerechtigkeit, Sinnverlust und Gottferne.

Mit Blick auf die Heilsgeschichte unterstrich der Geistliche, dass Christus gekommen sei, um allen Menschen Erlösung und neues Leben zu schenken. Durch seine Geburt, sein Kreuz und seine Auferstehung habe er der Welt Sinn, Hoffnung und den Weg zur innigen Gemeinschaft mit Gott eröffnet. Die Menschwerdung Christi habe Zeit, Leben und die menschliche Natur selbst geheiligt und dem Menschen seine wahre Bestimmung offenbart.

Abschließend rief Erzbischof Tichon von Rusa dazu auf, die Weihnachtstage als Zeit der inneren Sammlung zu nutzen. Christus sei derselbe gestern, heute und in Ewigkeit und rufe alle Menschen zu sich. Mit dem Wunsch nach Stärkung in Glaube, Einheit und Liebe übermittelte der Erzbischof seine Segenswünsche zum Hochfest der Geburt Christi.

Die UOJ berichtete zuvor, dass Erzbischof Tichon den heiligen Johannes von Kronstadt als Vorbild würdigte.

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